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Ein kurzfristiger, krisenbedingter Versorgungsengpass mit Strom kann zu Netzzusammen-brüchen mit schwerwiegenden Auswirkungen für Staat und Wirtschaft führen. Nahezu alle Lebensbereiche sind von der Stromversorgung abhängig und können von solchen Versorgungsunterbrüchen betroffen sein, wie der Bericht ausführt. Insbesondere Informations- und Kommunikationstechnologien, Transport-, Logistik- und Energienetze, aber auch der Agrarsektor und die Industrie sind zur Erfüllung ihrer Funktionen auf eine zuverlässige Stromversorgung angewiesen.
Vorbereitete Massnahmen
Im Hinblick auf die Bewältigung eines kurzfristigen, allenfalls über mehrere Tage andauernden Engpasses in der Stromversorgung hat der Bund verschiedene Massnahmen vorbereitet. So kann er anordnen, dass die Elektrizitätsbranche im Krisenfall die nötigen Vorkehrungen trifft, um das Gleichgewicht zwischen Produktion und Verbrauch auf reduziertem Niveau sicherzustellen. Dies unter anderem durch Verwendungs-einschränkungen (z.B. Leuchtreklamen, Klimaanlagen) oder durch Kontingentierung des Stromverbrauchs der Grosskonsumenten.
Betreiber stromabhängiger Infrastrukturen können aber bereits heute die Widerstands-fähigkeit ihrer zentralen Prozesse und Systeme im Hinblick auf einen Versorgungsengpass im Strombereich vorsorglich erhöhen.
Erhöhung des Vorbereitungsstandes
Gestützt auf den vorliegenden Bericht hat der Bundesrat verschiedenen Departementen konkrete Aufträge zur Erhöhung des Vorbereitungsstandes erteilt. Geprüft werden soll beispielsweise, wie die Risiken der stromabhängigen Bargeldversorgung und des elektronischen Zahlungsverkehrs reduziert werden können. Weiter sollen Vorschläge für Massnahmen erarbeitet werden, welche die Verfügbarkeit des Schienen-, Strassen- und Luftverkehrs sowie der kritischen systemrelevanten Telekommunikationsdienste im Falle eines Versorgungsengpasses im Strombereich sicherstellen. Weitere Massnahmen betreffen die Sensibilisierung von Spitälern auf die Auswirkungen eines Versorgungsengpasses im Strombereich.
Der Bundesrat hatte im Anschluss an die Strategische Führungsübung 2009 (SFU 09) das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement (EVD) beauftragt, zusammen mit den Departementen und der Bundeskanzlei die Auswirkungen eines Versorgungsengpasses im Strombereich vertieft zu analysieren. Gestützt auf diesen Auftrag hat das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Energie den Folgebericht zur SFU 09 über die Vorbereitungen auf krisenbedingte Versorgungsengpässe im Strombereich erstellt, der gestern vom Bundesrat zur Kenntnis genommen wurde.