Beginn Inhaltsbereich
Mit diesen Wahlen folgt der Bundesrat entsprechenden Anträgen des ETH-Rats. Der am 31. August 1964 in Genf geborene Joël François Mesot, Bürger von Fiaugères/Fribourg, ist Festkörperphysiker mit Forschungsschwerpunkt auf Materialien mit neuen elektronischen Eigenschaften. Prof. Dr. Joël François Mesot verfügt über einen hervorragenden wissenschaftlichen Leistungsausweis mit über 70 Publikationen, in zumeist hochrangigen Zeitschriften und zwei Patenten im Bereich der Festkörperphysik. Für seine Untersuchungen von Hochtemperatur-Supraleitern mittels Neutronenstreuung und Photoelektronen-Spektroskopie geniesst Mesot unter Physikern hohe internationale Anerkennung. Die ETH Zürich hat ihn 2002 für seine Forschung zur Hochtemperatur-Supraleitung mit dem Latsis-Preis geehrt. Am PSI hat sich Mesot bei der Weiterentwicklung der Instrumentierung an der Spallations-Neutronenquelle SINQ ausgezeichnet.
Prof. Dr. Joël François Mesot studierte von 1984 bis 1989 Physik an der ETH-Zürich. 1992 promovierte er mit einer methodischen Grundlagenarbeit über die Neutronenstreuung an der ETH Zürich und am Institute Laue-Langevin in Grenoble, Frankreich. Seine wissenschaftliche Karriere begann Mesot von 1992 bis 1997 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Labor für Neutronenstreuung. Danach forschte er von 1997 bis 1999 als Gastwissenschaftler am Argonne National Laboratory in Chicago, USA. Seit 1999 hat Mesot am Labor für Neutronenstreuung in verschiedenen Funktionen Führungsqualitäten bewiesen: Zunächst als Leiter der Spektroskopie-Gruppe, danach seit dem 1. 12. 2004 als Leiter des Labors. Seit 2007 führt Mesot zudem die Forschungskommission des PSI und wirkt als Titularprofessor an der ETH Zürich. Neben seiner Sachkompetenz überzeugt Joël François Mesot mit einer klaren Vision, wie das PSI langfristig seine Position als weltweit erstklassiges Forschungszentrum für Festkörperforschung und Materialwissenschaften, Elementarteilchenphysik, Biologie und Medizin, Energie- und Umweltforschung ausbauen und seinen ausgezeichneten Ruf als Betreiber und Entwickler von Grossforschungsanlagen stärken kann.
Joël François Mesot wird seine Stelle am 1. August 2008 antreten.
Prof. Dr. med. Patrick Aebischer ist seit März 2000 Präsident der ETH Lausanne. Nach seiner Wiederwahl im November 2003 wurde er nun vom Bundesrat für eine dritte, bis Februar 2012 dauernde Amtsperiode gewählt.