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Der Entscheid des Bundesrates, den Kauf von Kampfflugzeugen zum teilweisen Ersatz der Tiger F-5 zu verschieben, verursacht in der Luftverteidigung eine gefährliche Lücke. Eventuell werden hier parlamentarische Vorstösse eine beschleunigte Beschaffung ermöglichen. Davon unabhängig sollen die Armee und die armasuisse im Rahmen einer Eventualplanung Grundlagen für die Entscheidungsfindung auf politischer Stufe erarbeiten.
Es geht um die gesamtheitliche Darstellung von Auftrag, Mitteln und Einsatz der Luftwaffe in den kommenden 15 bis 20 Jahren und den daraus resultierenden Rüstungsbeschaffungen.
Dabei soll auch eine von der armasuisse durchgeführte Machbarkeitsprüfung bis Ende 2011 aufzeigen, ob eine Modernisierung der Kampfflugzeuge des Typs Tiger F-5 möglich ist. Der Chef des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport, Bundesrat Ueli Maurer, hat eine entsprechende Studie in Auftrag gegeben.
Übergeordnetes Ziel ist die Sicherstellung der operationellen Fähigkeiten der Luftwaffe. Die Armee kann bezüglich ihrer Auftragserfüllung in der dritten Dimension keine Lücken in Kauf nehmen. Die F-5 Tiger sind heute nur noch bei Tag und guter Sicht einsetzbar.
Modernisierte F-5 Tiger könnten die Flotte der 33 F/A-18 Hornet bei der Wahrnehmung der luftpolizeilichen Aufgaben unterstützen und somit auch entlasten. Zusätzlich würden sie die Zeit bis zur Beschaffung eines allfälligen Tiger-Teilersatzes überbrücken helfen. Eine solche findet voraussichtlich frühestens 2019 statt. Zur Verfügung stehen würden diese Flugzeuge ab zirka 2025.
Der bundesrätliche Auftrag an das VBS und an das Eidg. Finanzdepartement vom Herbst 2010, bis Ende dieses Jahres Möglichkeiten zur Finanzierung eines Tiger-Teilersatzes auszuloten, bleibt bestehen.