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Mit dem Masterplan sollen anerkannte Probleme im Bereich der medizinischen Grundversorgung rasch angegangen und gelöst werden. Im Bereich Bildung und Forschung ist vorgesehen, kurzfristig Gelder bereit zu stellen, um die Hausarztmedizin an den Universitäten zu fördern. Anpassungen im Bundesgesetz über die universitären Medizinalberufe sollen die Stellung der Hausarztmedizin in Aus- und Weiterbildung verbessern und ihr damit mehr Anerkennung verschaffen.
Im Bereich der Labortarife wird bis Mitte 2013 eine bessere Abgeltung für Schnellanalysen angestrebt. Der heute geltende Übergangszuschlag für Praxislabors wird bis zu diesem Zeitpunkt verlängert. Als dritte Massnahme ist eine Gesamtrevision des Ärztetarifs Tarmed geplant. Die Tarifpartner einigten sich in Vorgesprächen darauf, für die Grundversorger respektive die Hausarztmedizin ein separates Kapitel einzuführen.
Das Bundesamt für Gesundheit BAG koordiniert die Massnahmen und begleitet die Umsetzung des Masterplans unter Federführung einer Trägerschaft, die vom Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern EDI präsidiert wird. Der Trägerschaft gehören neben dem EDI und der GDK, die sich die Leitung teilen, folgende Organisationen und Verwaltungsstellen an:
Der Masterplan kommt mit seinen konkreten Massnahmen den Forderungen der Initiative «Ja zur Hausarztmedizin» entgegen, die im April 2010 eingereicht wurde. Sie verlangt unter anderem eine gezielte Förderung der Hausarztmedizin in Bildung und Forschung, bessere Bedingungen bei der Berufsausübung und eine höhere Abgeltung der Leistungen in der Grundversorgung.
Der Masterplan «Hausarztmedizin und medizinische Grundversorgung» ist eine Antwort auf die ersten Beratungen von Initiative und bundesrätlichem Gegenvorschlag im Parlament. Die Initiative wurde im Ständerat abgelehnt, am Gegenvorschlag wurden Anpassungen vorgenommen. Gleichzeitig wurde die Behandlungsfrist für die Initiative um ein Jahr verlängert, weil sich die zuständige vorberatende Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit SGK für eine Doppelstrategie entschieden hatte. Grund dafür war der Vorschlag des Gesundheitsministers, die Probleme mit einem Masterplan anzugehen.
In Gesprächen gelang es, alle wichtigen Akteurinnen und Akteure aus den Bereichen Bildung, Forschung, Finanzierung und medizinischer Versorgung einzubinden und im Rahmen des Masterplans auf rasche und konkrete Lösungen zu verpflichten. Die SGK des Ständerates ist darüber informiert worden.