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Nach dem tragischen Flugunfall von Überlingen im Jahre 2002 entschloss sich Bundesrat Moritz Leuenberger, die Sicherheit der Schweizerischen Luftfahrt umfassend untersuchen zu lassen. Der Auftrag ging an das renommierte niederländische Nationaal Lucht- en Ruimtevaartlaboratorium NLR. In einer detaillierten Studie gab NLR 2003 schliesslich 28 Empfehlungen ab. UVEK-Vorsteher Leuenberger beauftragte das Generalsekretariat seines Departementes, das Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL, das Büro für Flugunfalluntersuchungen BFU und die für die Luftraumüberwachung zuständige Skyguide, welche im Besitz des Bundes ist, mit der Umsetzung der an den Bund gerichteten Massnahmen. Dieses Projekt trägt den Namen ,Safir" (safety first).
Fortschritte auf allen Ebenen
Ende 2006 hat NLR, wiederum im Auftrag Leuenbergers, eine umfangreiche Nachprüfung, ein so genanntes Nachaudit, durchgeführt. Im heute publizierten Bericht bescheinigt NLR der Schweiz wesentliche Fortschritte im Sicherheitsmanagement. Dies gilt sowohl für das Departement UVEK und das BAZL als auch für Skyguide. Die getroffenen Massnahmen werden als richtig und wirkungsvoll eingestuft. Hervorgehoben werden insbesondere die Stärkung der Aufsicht im UVEK-Generalsekretariat, die Verabschiedung des Luftfahrtpolitischen Berichts samt Festlegung der Schweizerischen Luftfahrtsicherheitspolitik durch den Bundesrat und die Reorganisation und personelle Aufstockung des BAZL.
Anpassung der Gesetze ist in Vorbereitung
Der Bericht weist aber auch noch auf nicht vollständig erledigte Aufgaben hin. So ist die Anpassung der Rechtsgrundlagen für das straffreie Meldewesen und die Reorganisation des BFU noch nicht abgeschlossen. Eine umfassende Revision des Luftfahrtgesetzes ist allerdings in Vorbereitung und wird die notwendigen Neuerungen mit sich bringen. Bei der Skyguide sind die Ressourcenengpässe - es herrscht ein Unterbestand an Fluglotsen - noch nicht beseitigt. Um dieses Problem zu lösen, prüft Skyguide derzeit eine engere Kooperation mit der deutschen und französischen Flugsicherung und die Einführung zusätzlicher Ausbildungskurse.