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Die Region AareLand – mittendrin und überall am Rande

Aarau, 09.03.2007 - Die Region Aareland – das Gebiet rund um die Städte Aarau, Zofingen und Olten – begreift sich zunehmend als gemeinsamer Raum. In den Kleinstrukturen der Region sehen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten Forums zum Raumkonzept Schweiz in Aarau eine Qualität, die in wohltuendem Kontrast steht zu den nahegelegenen Agglomerationen. Die Überschaubarkeit und die Qualitäten als Erholungsraum prädestiniere die Region als Wohngebiet. Die hohe Diversifizierung der durch KMU geprägten Wirtschaft schaffe wirtschaftliche Stabilität. Eine bessere Koordination der Siedlungsgebiete mit dem Verkehr, aber auch die Neuorganisationen der politischen Strukturen identifizierte das Forum in Aarau als entscheidende Herausforderungen.

Als historischen Anlass bezeichnete Pierre-Alain Rumley, Direktor des Bundesamtes für Raumentwicklung, gestern die Forumsveranstaltung in Aarau bei der Begrüssung der knapp 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Das Forum Aarau ist die erste von insgesamt 19 Foren, die das Bundesamt im Zusammenhang mit der Erarbeitung des Raumkonzepts Schweiz veranstaltet. Es ist dies aber auch das erste Mal überhaupt, dass die Raumplanung auf der Ebene des Bundes Schweiz in derart engem Dialog mit den Regionen stattfindet.

Dienstleister für die Zentren

Im diesem strukturierten Workshop beteiligten sich Vertreterinnen und Vertretern aus verschiedensten gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Bereichen - unter ihnen etwa die Stadtpräsidenten von Aarau, Zofingen, Olten, Vertreter der kantonalen Verwaltung, der regionalen Wirtschaft und von Umweltorganisationen. Entsprechend kamen die heissen Eisen, welche die Gemüter der Region bewegen schnell auf den Tisch. Als «mittendrin und überall am Rande» wurde die Lage zwischen den Agglomerationen bezeichnet. Das Selbstbewusstsein der Region ist jedoch stark genug, diese Situation nicht mehr als Nachteil, sondern als Chance zu sehen - sei es, dass die Dienstleistungen für die nahen Agglomeration als Kerngeschäft der Wirtschaft betrachtet werden oder die Qualität des kleinstädtischen Überblickbarkeit als Alternative zum urbanen Wohnen in der Kernstädten gesehen wird. Allerdings würden diese Qualitäten von Aussen noch zuwenig erkannt und es brauche dazu noch einige Kommunikationsarbeit.

Verkehr schafft Probleme

Trotz grundlegenden Meinungsverschiedenen bezüglich der notwendigen Massnahmen, waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Analyse einig darüber: Die Verkehrsprobleme, die sich aus den kleinräumigen Strukturen, der Ausrichtung auf Dienstleistungen sowie den internationalen Transit ergeben, gehören zu den Hauptherausforderungen der Region. Es brauche eine bessere Ausrichtung der verfügbaren Bauzonen auf die Erschliessung durch den öffentlichen und den privaten Verkehr. Dadurch könnten auch Lösungen für ein weiteres identifiziertes Problem gefunden werden. Mit der Zersiedlung - dem Ausfransen der Dörfer und Städte in die Landschaft - werde eine weitere Qualität der Region gefährdet. Im Naturraum, speziell dem Jurabogen und der Aarelandschaft, sahen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nämlich einen regionalen Wert, der über die Region hinaus Bedeutung haben könnte und entsprechende Sorgfalt im Umgang erfordere. Die «Grüninfrastrukturen» müssten deshalb genauso gepflegt werden wie die baulichen Infrastrukturen, hiess es.

Regionales Denken weiter fördern

Praktisch unwidersprochen war die Feststellung, dass die aktuellen politischen Strukturen für die Bewältigung dieser Aufgaben nicht angemessen seien. Es brauche den Problemen entsprechende Entscheidungsräume. Das Denken und Entscheiden als Region mit gemeinsamen Interessen müsse vorangetrieben werden.

Übereinstimmend bewerteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Forum als einmalige Gelegenheit, sich gemeinsam und in gelöster Atmosphäre im Beisein Bundesvertretern über die Potenziale und Herausforderungen der Region unterhalten zu können. Sie nutzen auch die Möglichkeit, Erwartungen an das Raumkonzept Schweiz einzubringen, namentlich etwa die Forderungen, dass die Region AareLand auch in «Bern» als solche gesehen werde und dass die Organisation als Netz der Städte Aarau, Zofingen, Olten - etwa im öffentlichen Verkehr - ebenso gestärkt werde wie in die Agglomerationen. Pierre-Alain Rumley seinerseits schätzte die Möglichkeit, die Region und ihre Probleme direkt und hautnah kenne zu lernen. Das Gesamtbild, das sich aus den 19 Forumsveranstaltungen in den Regionen ergibt, wird denn auch Form und Qualität des Raumkonzepts Schweiz mitprägen.

Adresse für Rückfragen:

Urs Steiger, Medienbeauftragter Foren Raumkonzept Schweiz,
Tel. 041 220 06 76, 079 667 62 53, u.steiger@bluewin.ch

Herausgeber:

Bundesamt für Raumentwicklung
Internet: http://www.are.admin.ch
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Zusätzliche Verweise:


Die Bundesbehörden der Schweizerischen Eidgenossenschaft
info@bk.admin.ch | Rechtliche Grundlagen
http://www.news.admin.ch/message/index.html?lang=de