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In einer ersten Phase werden im Teilprojekt Topas intern ab Oktober verschiedene Lösungsvorschläge für die Reorganisation des Amtes erarbeitet. Gemäss einer Kern-Empfehlung von NLR soll das BAZL in je einen unabhängigen Bereich für Sicherheit und für Luftfahrtpolitik aufgeteilt werden, jedoch unter einem gemeinsamen Dach verbleiben. Begleitend geht es darum, neue Instrumente für eine integrierte Sicherheitspolitik und die Früherkennung von ungünstigen Trends in der Sicherheit zu entwickeln. Die Vorschläge zuhanden des UVEK, das über die künftigen Strukturen des Amtes entscheiden wird, sollen im Frühling 2004 vorliegen. Topas extern befasst sich mit Massnahmen und Abläufen, um Audits und Inspektionen bei den zu beaufsichtigten Unternehmungen rasch zu intensivieren. Diese Arbeiten haben bereits begonnen, sie sollen bis Ende 2004 vollumfänglich umgesetzt sein.
Wie gross der zusätzliche Personalbedarf sein wird, um die neue Aufsichtspraxis auch durchsetzen zu können, wird im Rahmen von Topas intern ebenfalls bis zum nächsten Frühjahr geklärt. Da durch die Projektarbeit und die bereits intensivierten Aufsichtsmassnahmen noch mehr der schon knappen personellen Ressourcen des Amtes gebunden werden, sieht sich die Amtsleitung veranlasst, die anstehenden, nicht sicherheitsrelevanten anderen Geschäfte neu nach Prioritäten zu ordnen und allenfalls eine Verschiebung oder gar einen Verzicht auf die Bearbeitung einzelner Dossiers ins Auge zu fassen. Entsprechende Entscheide sind aber noch nicht gefallen.Das BAZL hat in der Vergangenheit Entscheide gefällt oder Zustände im Luftverkehr geduldet, die unter dem früheren Aufsichtsverständnis verantwortbar erschienen, aus heutiger Sicht jedoch möglicherweise nicht mehr gerechtfertigt sind. Der Direktor a. i., Max Friedli, und die Geschäftsleitung haben deshalb die Beschäftigten aufgefordert, frühere Entscheide kritisch zu hinterfragen und Zweifelsfälle zu melden. Die Geschäftsleitung hat den Mitarbeitenden zugesichert, dass sie keine Sanktionen zu erwarten haben, ausser es würden strafrechtlich relevante Aspekte vorliegen. Von diesem Aufruf erhofft sich das Amt Hinweise, um im Sinne einer raschen Risikoabschätzung allenfalls sofort Massnahmen zur Erhöhung der Sicherheit einleiten zu können.