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Das Deutsche Verkehrsministerium hatte dem UVEK am 3. April mitgeteilt, dass Deutschland die Flugbeschränkungen über Süddeutschland in zwei Stufen verschärfen werde:
Ohne eine rasche Anpassung der Betriebsverfahren könnten ab dem 17. April zwischen 21 und 22 Uhr und von 6 bis 7 Uhr die Anflüge auf den Flughafen Zürich nicht mehr durchgeführt werden. Betroffen wären etwa 30 Landungen pro Tag. Dies hätte für Unique und insbesondere für Swiss massive wirtschaftliche Nachteile zur Folge. Aus diesen Gründen hat Unique am gestrigen Dienstag beim BAZL ein Gesuch um Änderung des Betriebsreglements eingereicht. Unter anderem wird verlangt, dass während der neuen Sperrzeiten Ost- und Südanflüge möglich sein sollen. Während Ostanflüge ab dem 17. April möglich sein sollen, könnten Südanflüge erst nach Abschluss der laufenden technischen Aufrüstung und Umsetzung der neuen Verfahren durchgeführt werden.
Dieses Gesuch wird nun vom BAZL geprüft. Zentrale Elemente dieses Verfahrens sind die Anhörung der Betroffenen und die Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung. Diese Verfahrensschritte dauern einige Monate. Um bis zum definitiven Entscheid schwer wiegende Störungen des Flugverkehrs möglichst zu vermeiden, wird die Erteilung einer provisorischen Genehmigung geprüft. Vorgängig sollen jedoch der Standortkanton und betroffene Nachbarkantone angehört werden. Alle Entscheide über Änderungen des Betriebsreglements können an die Rekurskommission des UVEK und an das Bundesgericht weitergezogen werden.Im Übrigen wird sich der Bund nicht an einer Klage gegen die einseitigen Massnahmen vor dem Verwaltungsgerichtshof Mannheim beteiligen, weil die Aktivlegitimation der Eidgenossenschaft rechtlich äusserst fraglich ist. Über das weitere Vorgehen betreffend Überprüfung der Vereinbarkeit der deutschen Massnahmen mit dem Luftverkehrsabkommen Schweiz–EU und dem EG-Recht wird der Bundesrat später entscheiden.
Auch über das weitere Vorgehen im Hinblick auf die Verschärfung der Ausnahmeregelung ab dem 10. Juli wird zu einem späteren Zeitpunkt diskutiert.