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Staustunden 2002 wegen Belchen und Gotthard explodiert

Bern, 17.10.2003 - Im vergangenen Jahr haben die Staustunden auf dem Nationalstrassennetz um 26 Prozent zugenommen. Dies geht aus dem Staubericht 2002 des Bundesamts für Strassen ASTRA hervor. Die massive Zunahme ist auf Sonderfaktoren zurückzuführen. Zum einen auf die Sanierung des Belchentunnels, zum anderen auf das vorübergehende Lastwagen-Kreuzungsverbot im Gotthard-Strassentunnel. Dem Anwachsen der Staus auf der Nord-Süd Achse steht eine Reduktion der Stausstunden auf der Ost-West Achse wegen dem Baustellenverbot während der EXPO 02 gegenüber.

Der Staubericht 2002 des Bundesamts für Strassen ASTRA weist insgesamt 11’563 Staustunden aus, was einer Zunahme von 26% im Vergleich mit dem Vorjahr entspricht.

Starke Zunahme auf der Nord-Süd Achse A2…

Die Anzahl der Staustunden auf der A2 Basel-Chiasso stieg um 65% auf 5022 Stunden. Am häufigsten staute sich dabei der Verkehr am Belchen, während insgesamt 1870 Stunden an 277 Tagen. 1798 Stunden stehen im direkten Zusammenhang mit der sanierungsbedingten Schliessung einer Belchen-Röhre während achteinhalb Monaten. Vor dem Gotthard stauten sich Autos und Lastwagen während 1622 Stunden, 1616 davon wegen Verkehrsüberlastung. Dieser hohe Wert ist ein Resultat des sicherheitsbedingten Verkehrsregimes auf der Gotthardstrecke als Folge des Unfalls im Gotthard-Strassentunnel im Oktober 2001. Nach der Wiedereröffnung des Tunnels herrschte von Januar bis September 2002 ein Kreuzungsverbot für Lastwagen im Tunnel, was einerseits zu einer Reduktion der Verkehrsfrequenzen, aber andererseits zu langen Wartezeiten führte. Nach der Einführung des Tropfenzählersystems normalisierte sich die Stausituation für Lastwagen auf der Gotthardstrecke weitgehend. Am Gotthard wurde im vergangenen Jahr an 222 Tagen Staus gemeldet.

…leichte Reduktion auf der Ost-West Achse A1

Der starken Zunahme der Staus auf der A2 steht eine leichte Reduktion auf der A1 Genf-St. Gallen um 6% oder 241 Stunden gegenüber. (A1 insgesamt 4165 Staustunden). Diese Abnahme steht im Zusammenhang mit dem Baustellenstopp auf den Zufahrtsachsen während der EXPO 02.

Ausblick

Die Zahlen im Jahresstaubericht 2002 sind wegen den vielen Ausnahmeereignissen statistisch nicht repräsentativ. Generell muss aber in den kommenden Jahren mit einer Zunahme von Staus wegen weiterhin steigenden Verkehrsfrequenzen auf den stark belasteten Hauptverkehrsachsen gerechnet werden.

Herausgeber:

Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation
Internet: http://www.uvek.admin.ch/index.html?lang=de
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