European Award for Logistics Excellence 2007 geht an die Logistikbasis der Schweizer Armee
Bern, 19.10.2007 - Am 18. Oktober 2007 hat der Chef Logistikbasis der Armee, LBA, Divisionär Werner Bläuenstein, in Berlin den European Award for Logistics Excellence 2007 entgegen nehmen können. Dieser wurde der LBA für das Modell zugesprochen, mit dem im Rahmen des Stationierungskonzepts der Armee die Standorte der Logistik- und der Infrastruktur-Center errechnet wurden. Die LBA wurde für dieses innovative Verfahren bereits im vergangenen November mit dem Swiss Logistics Award 2006 ausgezeichnet. Das war die Grundlage für die Teilnahme auf europäischem Niveau.
Die European Logistics Association mit Sitz in Brüssel vergibt seit 13 Jahren jährlich den European Award for Logistics Excellence. Anlässlich der "Eurolog 2007" in Berlin wurde gestern Donnerstag dieser Preis der LBA übergeben. Sie hat ihr Modell eingereicht, das für die Errechnung der stationären Logistik-Standorte angewendet wurde. Mit diesem Operations-Research-Modell wurden anhand der wesentlichen verfügbaren aktuellen und künftigen Dienstleistungs-, Material- und Personendaten jene Standorte errechnet, die strategisch richtig sind, um die logistische Versorgung der Schweizer Armee sicher zu stellen. In mehreren Schritten wurden die optimalen Standorte nach geografischer Lage und Anzahl mit den vorhandenen Infrastrukturen sowie den militärstrategischen Vorgaben abgeglichen. Ergebnis dieses iterativen Prozesses sind fünf Logistik-Center und sechs Infrastruktur-Center und deren Aussenstellen.
In den Jahren 2004 und 2005 arbeitete ein kleines Team der LBA an diesem Modell und wurde dabei von der Firma Consultants League GmbH beraten. Im Rahmen des Standortkonzepts der Armee wurden diese logistischen Standorte schliesslich breit politisch diskutiert und entschieden. Seit Mitte 2005 werden diese Standort-Entscheide umgesetzt. Die Logistik- und Infrastruktur-Center sind seit 1. Januar 2006 operativ. Nach und nach werden die ehemaligen dreissig Zeughäuser und Armeemotorfahrzeugparks mit rund 600 Aussenstandorten auf die elf Center mit rund 100 Aussenstandorten reduziert. Parallel dazu wird die gesamte Logistik-Kette (Supply Chain) automatisiert. Ein entsprechendes Projekt ist mit dem Aufbau der notwendigen Informatik-Plattform befasst. Sie wird ab 2010 eingeführt.
Die LBA hat sich mit dem Operations-Research-Modell im vergangenen Jahr dem nationalen Wettbewerb gestellt. Am 29. November 2006 wurde sie mit dem Swiss Logistics Award 2006 ausgezeichnet. Die ersten drei Preisträger hatten anschliessend die Möglichkeit, sich für den europäischen Logistik-Preis zu bewerben. Diese Gelegenheit hat die LBA wahrgenommen und siegte mit dem Modell nun auch auf europäischem Niveau. Prof. Dr. Peer Witten, Vorsitzender der Jury, überreichte dem Chef LBA, Divisionär Werner Bläuenstein, den Siegeraward. Den zweiten Platz belegte Nike, Belgien und als Drittplatzierter wurde Bosch/Siemens, Deutschland, ausgezeichnet.
Adresse für Rückfragen:
Gaby Zimmer
Chefin Kommunikation Logistikbasis der Armee
031 324 22 82
Herausgeber:
- Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport
- Internet: http://www.vbs.admin.ch
- Bereich Verteidigung
- Internet: http://www.vtg.admin.ch