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Im Zentrum der Gespräche in Bangkok standen drei Hauptfragen: die Verminderung des Treibhausgasausstosses, die Anpassung an die Klimaänderungen sowie die Finanzierung der Anpassungs- und Emissionsminderungsmassnahmen. Trotz noch immer beträchtlicher Divergenzen zwischen den Staaten in diesen drei Fragen wurden deutliche Fortschritte erzielt. Vertreterinnen und Vertreter von 175 Staaten haben an den den Verhandlungen in Bangkok teilgenommen.
Bei der Emissionsverringerung gelang es den Unterhändlern, die Optionen in Bezug auf die Zeit nach dem Auslaufen des Kyoto-Protokolls weiter einzugrenzen. Die meisten Länder, darunter auch die Schweiz, haben ihre Emissionsreduktionsziele bekanntgegeben. Ohne ein Engagement der Grossemittenten reichen diese Verpflichtungen allerdings nicht aus.
Die Herausforderung liegt im Wesentlichen darin, die Grossemittenten in ein verbindliches Regime einzubinden. Dies betrifft in erster Linie die USA, die das Kyoto-Protokoll nicht ratifiziert haben, aber auch die grossen Schwellenländer wie China, Indien und Brasilien, die unter dem Protokoll keine Reduktionsverpflichtungen eingegangen sind. Dennoch wurden Fortschritte verzeichnet, namentlich bei der der Verringerung der Emissionen, die durch Abholzung entstehen.
In Bezug auf die Anpassung an die Klimaänderungen gelang es in den Verhandlungen, die möglichen Handlungsfelder zur Verminderung der schädlichen Auswirkungen, mit denen namentlich die verletzlichsten Entwicklungsländer konfrontiert sind, besser zu identifizieren.
Finanzierung als Angelpunkt der Verhandlungen
Die zentrale Frage in den Verhandlungen ist die Finanzierung der Klimamassnahmen (Emissionsreduktion und Anpassung) in den Entwicklungsländern. Um in den kommenden Jahren ein wirksames und gerechtes Klimaregime zu errichten, werden beträchtliche Mittel aus öffentlichen und privaten Quellen benötigt. Sämtliche Finanzierungsvorschläge wurden inzwischen deutlich identifiziert, darunter auch der jüngste Vorstoss der USA, der auf eine Neuordnung der bestehenden Finanzierungsinstitutionen im Klimabereich abzielt. Auch der Vorschlag der Schweiz, eine globale CO2-Abgabe einzuführen, ist als Option im Verhandlungstext erwähnt. Das Verursacherprinzip, das dem Schweizer Vorstoss zugrunde liegt, stiess auf grosses Interesse.
Die rund 200 Seiten Verhandlungstext wurden inhaltlich in bedeutendem Umfang konsolidiert. Für die letzte offizielle vorbereitende Verhandlungsrunde vom 2. bis zum 6. November 2009 in Barcelona liegen damit bereinigte, klare Formulierungen vor. Im kommenden Dezember müssen sich alle Länder an der Klimakonferenz in Kopenhagen auf ein neues Klimaregime für die Zeit nach 2012 einigen.