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Mit diesem so genannten Memorandum of Understanding beabsichtigen die beiden Länder, im Bereich der erneuerbaren Energien, der Energieeffizienz sowie beim Auf- und Ausbau des türkischen Stromnetzes und -handels enger zusammenzuarbeiten. Festgehalten sind zudem die Themen Transit von Erdgas, die Kooperation von Hochschulen und die Zusammenarbeit im Bereich der Sicherheit von Kernanlagen. Die Unterzeichnung erfolgte heute in Istanbul am Rand des Schweizerisch-Türkischen Wirtschaftsforums und der internationalen Messe für erneuerbare Energien Renex 09.
In seinem Eröffnungsreferat am Forum unterstrich Bundesrat Moritz Leuenberger die zentrale Rolle der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz. Beide seien unabdingbar sowohl im Kampf gegen den Klimawandel als auch für eine nachhaltige Energieversorgung, die wirtschaftliche Entwicklung, die Innovation und für die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) unterstrich die Gemeinsamkeiten der Schweiz und der Türkei, die beide als ,Energiebrücken" zwischen ihren Nachbarländern fungierten: Die Türkei als Transitland für fossile Energien von den ressourcenreichen Partnern im Osten zu den energiehungrigen Partnern im Westen; die Schweiz als Strom- und Erdgasbrücke, über deren Landesgrenzen eineinhalbmal mehr Strom fliesst als sie verbraucht. Die Einbettung im EU-Energiebinnenmarkt und solide Rechtsgrundlagen für den grenzüberschreitenden Energiehandel seien für beide Länder deshalb wichtige Voraussetzungen. Zudem sei die Wasserkraft hier wie dort die wichtigste erneuerbare Energiequelle.
Der Schweizer Energieminister vertiefte diese Themen in einem Gespräch mit seinem türkischen Amtskollegen Taner Yildiz. Er besuchte ausserdem an der Renex 09 den Schweizer Pavillon, in welchem Schweizer Unternehmen ihre Produkte vorstellten.
Moritz Leuenberger besichtigte anschliessend die Baustelle des Marmaray-Eisenbahntunnels, welcher dereinst unter dem Zentrum Istanbuls und dem Bosporus verlaufen und damit Europa und Asien miteinander verbinden soll. Bei diesem Tunnel sowie der NEAT handelt es sich um zwei der weltweit grössten Verkehrsprojekte, die beide der nachhaltigen Bewältigung der Mobilität dienen.
Zum Abschluss seiner Reise nach Istanbul traf Bundesrat Leuenberger mit dem türkischen Transport- und Kommunikationsminister Binali Yildirim zusammen.