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Die Eidg. Kommunikationskommission (ComCom) hat zum fünften Mal die Chefs von Schweizer Unternehmen, welche im Telekommunikationsmarkt tätig sind, an einen Runden Tisch eingeladen. Dabei wurden verschiedene in den letzten Monaten entstandene Zusammenarbeitsmodelle mit Swisscom beim Bau von Glasfasernetzen in den grössten Städten diskutiert. Mit den abgeschlossenen Kooperationsverträgen ist die Erschliessung von ungefähr 20% der Haushalte in der Schweiz gesichert.
Die Teilnehmer haben die Fortschritte in den Verhandlungen unter den Beteiligten begrüsst, ebenso wie die Arbeiten in den vom Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) koordinierten Arbeitsgruppen. So wurde insbesondere die technische Standardisierung vorangetrieben und Vertragsfragen zwischen Netzbetreibern und Hauseigentümern geklärt.
Am Runden Tisch wurde beschlossen, eine gemeinsame Betriebsplattform in einem Pilotverfahren zu lancieren. Dienstanbieter können damit die Bestellvorgänge auf einheitliche Weise abwickeln. Dank einer einheitlichen Schnittstelle zu existierenden Netzbetreiber-Plattformen ermöglichen sie den Konsumentinnen und Konsumenten einen raschen Anbieterwechsel.Mit dieser auf dem Multifasermodell aufbauenden Zusammenarbeit zwischen Anbietern von Telekommunikationsdiensten, Elektrizitätswerken und Kabelnetzbetreibern und mit gemeinsamen technischen Standards kommt man dem Ziel, den parallelen Bau neuer Glasfasernetze zu vermeiden, noch näher. Dabei bleibt die Wahlfreiheit der Kunden zwischen verschiedenen Dienstanbietern erhalten.
Fiber to the Home (FTTH)Die ComCom hat im Herbst 2008 entschieden, mit dem Marktakteuren Diskussionen über diese Erschliessungsform zu führen; sie will damit verhindern, dass Monopole entstehen, die den Zugang für andere Telekommunikationsanbieter erschweren und den Wettbewerb behindern. Gleichzeitig soll der Netzaufbau möglichst effizient stattfinden, um volkswirtschaftlich sinnvolle Investitionen zu erlauben.