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In seiner Eröffnungsrede bedauerte Leuenberger, dass das Ziel der internationalen Gemeinschaft, den Rückgang der Biodiversität bis 2010 zu stoppen, nicht erreicht worden sei. Die Ökosysteme und Arten seien jedoch unverzichtbar für den Menschen. Sie sorgten für sauberes Trinkwasser und garantierten fruchtbare Böden. Die Landwirtschaft, die Forstwirtschaft und die Fischerei hingen vollständig von der Biodiversität ab. Aber die Bedeutung der Erhaltung der Biodiversität sei im Bewusstsein der Gesellschaft noch viel zu wenig verankert, sagte der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation.
Leuenberger betonte, auch wenn der ökonomische Nutzen des Schutzes der Tier- und Pflanzenwelt wichtig sei, dürfe die Biodiversität nicht reduziert werde auf Zahlen und Kosten. Es gehe um Werte, die keinen Preis hätten, wie das Leben an sich oder der Respekt vor den Tieren und der Natur.
Initiative der UNO-Konvention über die biologische Vielfalt
Das Treffen in Genf wurde von der UNO-Konvention über die biologische Vielfalt initiiert. Eingeladen waren elf Staaten, welche eine Vertragsparteien-Konferenz durchgeführt haben oder noch durchführen werden. Das Treffen in Genf hat zum Ziel, der internationalen Biodiversitätspolitik neue Dynamik zu verleihen. Die anwesenden Umweltminister - Norbert Röttgen (Deutschland), Isabelle Texeira (Brasilien), Jairam Ramesh (Indien) und Moritz Leuenberger als Vertreter des Gastgeberlandes - forderten die Führungsnationen auf, eine neue internationale Politik zur Erhaltung der Biodiversität auszuarbeiten und umzusetzen. Dieser Appell wird der UNO-Generalversammlung anlässlich der ausserordentlichen Debatte über die Biodiversität vom 22. September in New York übermittelt. Zudem richtet er sich an die UNO-Vertragsparteien-Konferenz über die biologische Vielfalt vom 18. bis 29. Oktober 2010 in Nagoya (Japan), an der 190 Länder teilnehmen werden.