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Im 2010 hat sich die Marktsituation infolge der 2009 abgeflachten Zuwanderung und einer starken Bautätigkeit insgesamt leicht verbessert. Im Mietwohnungsbereich war der Nachfragerückgang allerdings nur im oberen Preissegment spürbar. In der Westschweiz war gar kein Nachfragerückgang zu verzeichnen. Anders im Markt für Wohneigentum, wo einzig in der Region Zürich die Nachfrage die Angebotsentwicklung weiterhin überstieg. Schweizweit machen ausländische Haushalte lediglich 7,5 Prozent der Eigentümerhaushalte aus. Sie haben daher nur in der Westschweiz und im Tessin, wo ihr Anteil deutlich höher liegt, einen signifikanten Einfluss auf die Marktentwicklung beim Wohneigentum.
Die vom Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) publizierte Untersuchung stellt derweil für den Zeitraum 2005 bis 2010 bei den auf dem Markt angebotenen Mietwohnungen und Eigentumsobjekten einen regional zum Teil markanten Preisanstieg fest. Verantwortlich dafür war ein Nachfrageüberhang, der sich aus einem positiven wirtschaftlichen Umfeld und einem beträchtlichen Haushaltswachstum ergab. Ausländische Haushalte haben namentlich in den wirtschaftlichen Boomregionen zur hohen Nachfrage und damit einhergehenden Preissteigerungen beigetragen. Auf der anderen Seite sorgten ausländische Haushalte in wirtschaftlich weniger attraktiven Regionen für eine willkommene Zusatznachfrage, welche den Wohnungsbestand besser auslastete.
Die von der Arbeitsgemeinschaft Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (zhaw)/Meta-Sys AG durchgeführte Untersuchung soll im Rahmen der Beobachtung der Auswirkungen der Personenfreizügigkeit auf die Schweiz jährlich aktualisiert werden. Sie liegt in Form von Kurzberichten für die ganze Schweiz und für sieben Regionen vor.
Zu den Berichten: www.bwo.admin.ch