Diese Ausgabe ist für Browser ohne zureichende CSS-Unterstützung gedacht und richtet sich vor allem an Sehbehinderte. Alle Inhalte sind auch mit älteren Browsern voll nutzbar. Für eine grafisch ansprechendere Ansicht verwenden Sie aber bitte einen moder
Beginn Inhaltsbereich
Würde es mehr Resistenzen geben, würde auch das Risiko grösser, dass Antibiotika beim Menschen oder beim Tier nicht mehr wirken. Deshalb werden in der Schweiz Antibiotikaresistenzen bei Nutztieren seit 2006 überwacht und Daten über den Vertrieb von Antibiotika erhoben.
Entwicklung bei den Resistenzen
In der Schweizer Nutztierpopulation ist die Resistenz-Situation bei den untersuchten Bakterien insgesamt stabil geblieben. Gegenüber (Fluoro)-Quinolonen haben die Resistenzen jedoch leicht zugenommen. Diese Entwicklung ist nicht unbedenklich, weil Fluoroquinolone in der Veterinär- und der Humanmedizin zu den wichtigen Antibiotikaklassen gehören und zurückhaltend eingesetzt werden sollten.
Vertriebsdaten
Die Antibiotika-Vertriebsdaten werden beim Grosshandel erhoben. 2010 wurden insgesamt gut 66 Tonnen Wirkstoff in Verkehr gebracht. Sulfonamide, Tetracycline und Penicilline sind mit rund 55 Tonnen die bedeutendsten Wirkstoffgruppen.
Die Verkäufe von Arzneimittelvormischungen, die über das Futter an Nutztiere verabreicht werden, machen gut zwei Drittel der verkauften Gesamtmenge aus.
Fluoroquinolone werden nur in kleinen Mengen vertrieben. In einzelnen Produktions-segmenten können sie aber einen grossen Anteil ausmachen. Werden beispielsweise Mastpoulets gegen bakterielle Erkrankungen behandelt, werden in mehr als 70% der Fälle Fluoroquinolone eingesetzt.