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Partnerinformation ist das Thema der aktuellen LOVE LIFE-Kampagne des BAG in Zusammenarbeit mit der AHS und SGS. Die Slogans „Du kannst es nicht ewig verstecken…“ und „Sag es wie du willst, aber sag es…“ fordern Menschen mit Geschlechtskrankheiten auf, ihre Sexpartner über die Diagnose zu informieren. So können auch diese sich testen und allenfalls behandeln lassen. Denn auch unbemerkt können Geschlechtskrankheiten zum Teil gravierende Folgen für die Gesundheit haben. Und selbst wenn jemand keine Symptome hat, kann sie oder er die Infektion weitergeben.
Die Kampagne richtet sich an die sexuell aktive Bevölkerung generell, aber auch an Betroffene und Fachpersonen. Mit Fernseh-Spots und Plakaten in öffentlichen Verkehrsmitteln macht sie auf die Partnerinformation aufmerksam. Auf der Website www.check-your-lovelife.ch sind Tipps zu finden, wie man das Thema ansprechen kann. Zudem werden dort alternative Informationsmöglichkeiten in Form von SMS, E-Mails und Briefen angeboten, wenn ein persönliches Gespräch nicht möglich sein sollte.
25 Jahre HIV- und Aids-Prävention
Vor 25 Jahren hat das BAG zusammen mit der Aids-Hilfe Schweiz die STOP AIDS-Kampagne ins Leben gerufen und seither jedes Jahr mit neuen Sujets auf das Thema aufmerksam gemacht. Die Botschaften haben sich stets dem Zeitgeist und den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen angepasst. So hat sich die Kampagne von STOP AIDS (1987–2004) über LOVE LIFE STOP AIDS (2005–2010) hin zum heutigen LOVE LIFE (seit 2011) entwickelt. Die ursprünglich nur auf HIV und Aids fokussierte Kampagne thematisiert heute auch andere sexuell übertragbare Krankheiten.
Die Schweiz ist das einzige Land, das die Bevölkerung seit 1987 jedes Jahr mittels Kampagne über HIV und Aids aufklärt und die Safer Sex-Regeln in Erinnerung ruft:
1. Eindringen immer mit Gummi
2. Sperma und Blut nicht in den Mund
3. Bei Juckreiz, Brennen oder Ausfluss zum Arzt
Die Kampagne richtet sich nicht nur an Jugendliche und junge Erwachsene. Diese schützen sich nämlich recht gut mit Kondomen, wie beispielsweise die Studie Health Behavior in School-Age Children (HBSC) zeigt. Hingegen unterschätzen die nicht mehr ganz jungen Menschen das Risiko einer Ansteckung häufig und schützen sich unzureichend. Sie sind deshalb eine wichtige Zielgruppe der diesjährigen Kampagne.