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Das Eis-strukturierende Protein (engl. Ice structuring protein, ISP) Typ III HPLC 12 wird als Verarbeitungshilfsstoff bei der Herstellung von Glace (Speiseeis) eingesetzt. Es wird aus einem gentechnisch veränderten Stamm der Backhefe gewonnen und dabei von den Hefezellen abgetrennt.
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat in einem Bewilligungsverfahren geprüft, ob der Schutz der Konsumentinnen und Konsumenten beim Einsatz von ISP in der Herstellung von Speiseeis gewährleistet ist. Aufgrund der wissenschaftlichen Daten beurteilt das BAG die Verwendung des ISP als gesundheitlich unbedenklich und erteilt die Bewilligung zur Verwendung des ISP in der Herstellung von Speiseeis. Die Bewilligung gilt bis 2022. Auf Gesuch kann die Bewilligung verlängert werden.
Erzeugnisse aus gentechnisch veränderten Organismen dürfen in der Lebensmittelherstellung nur mit einer Bewilligung des Bundes verwendet werden.
ISP Typ III HPLC 12 ist in zahlreichen Ländern bereits zugelassen. In der Europäischen Union darf ISP seit 2009 in der Glacefabrikation verwendet werden. Mit ISP hergestellte Glaceprodukte sind dort schon im Verkauf. In den USA wird ISP seit 2003 verwendet.
Bei der Fabrikation werden der Glacemasse geringe Mengen des Proteins zugegeben. Dadurch bilden sich beim Gefrieren sehr feine Eiskristalle, was die Qualität des Produktes verbessert.
Eis-strukturierende Proteine kommen in vielen Tier- und Pflanzenarten vor, die in einer kalten Umwelt leben. Sie schützen diese Lebewesen vor Erfrierungsschäden, welche Eiskristalle in Zellen und Geweben verursachen können. ISP Typ III HPLC 12 wurde in der Natur in einem im Nordwestatlantik heimischen Speisefisch gefunden. Eine Gewinnung des ISP aus diesem Fisch wäre aber zu aufwändig und nicht nachhaltig. Deswegen wird es aus Hefe gewonnen.