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Ausserordentlicher Kongress der Weltorganisation für Meteorologie - Begrüssung durch Bundesrat Alain Berset

Genf, 29.10.2012 - Bundesrat Alain Berset hat am ersten ausserordentlichen Kongress der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) die Mitgliedsstaaten willkommen geheissen. Der Vorsteher des Eidgenössischen Departement des Innern (EDI) hat diesen Kongress, der bis Mittwoch tagt, zusammen mit David Grimes, Präsident und Michel Jarraud, Generalsekretär der WMO, eröffnet. Der Kongress steht im Zeichen des globalen Rahmenwerkes für Klimadienstleistungen (Global Framework for Climate Services, GFCS) und bildet das höchste Entscheidungsgremium. Er findet normalerweise nur alle vier Jahre statt.

Der globale Klimawandel stellt die Menschheit vor grosse Herausforderungen. Um diesen besser begegnen zu können, sind unter anderem benutzerfreundliche Klimaprognosen, Warnungen und ein effizienter Informationsaustausch notwendig. Diese Klimadienstleistungen sind für die Erarbeitung von Anpassungsstrategien eine Grundvoraussetzung.

Regierungen und Organisationen treffen zusammen, um den Implementierungsplan zur Verbesserung von Klimadienstleistungen zu verabschieden. Dieser hat den weltweiten Ausbau von Beobachtungsmessnetzen, die Generierung von Fachwissen, das Einfliessen der erhobenen Daten in globale Klimamodelle sowie die Ausbildung von Fachkräften zum Ziel. Informationen im Zusammenhang mit dem Klima sollen für Anwender und Entscheidungsträger auf der ganzen Welt einfach zugänglich gemacht werden. Dabei sollen keine neuen Klimamessnetze oder neue Programme entstehen, sondern bisherige, weltweite Klimadienstleistungen erweitert und verbessert werden.

Erste Priorität haben Aktivitäten, die darauf abzielen, die Lücken in Entwicklungsländern zu schliessen, da diese Länder oft besonders stark von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sind. Es soll sich dabei insbesondere um Aktivitäten in den Bereichen Landwirtschaft, Gesundheit, Naturgefahren und Wasser handeln.

Im Rahmen des Kongresses wird zudem das GFCS Pilotprojekt "Klimaprodukte für Entscheidungsträger der Anden - CLIMANDES" lanciert, welches von der WMO koordiniert und von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) finanziert wird. Dieses Projekt beruht auf einer Partnerschaft zwischen den beiden Gebirgsländern Schweiz und Peru und hat zum Ziel, qualitativ hochwertige Klimadienstleistungen für Peru zu entwickeln.

Am Kongress nehmen Delegationen aus rund 180 Mitgliedstaaten teil. Die Schweizer Delegation setzt sich aus Mitgliedern des Eidgenössischen Departements des Innern (EDI), des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) und des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) zusammen. Sie steht unter der Leitung von Christian Plüss, dem Direktor des Bundesamtes für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz.

WMO: Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) ist eine spezialisierte Organisation der Vereinten Nationen (UNO) für Fragen zu Wetter, Klima und Wasser mit Sitz in Genf. Sie wurde am 23. März 1950 gegründet. Derzeit zählt die WMO 189 Mitgliedsländer. In der Schweiz ist das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz federführend für die Zusammenarbeit mit der WMO.

Herausgeber:

Eidgenössisches Departement des Innern
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Generalsekretariat EDI
Internet: http://www.edi.admin.ch
Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie
Internet: http://www.meteoschweiz.ch
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