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Das Lehrstellenangebot ist dieses Jahr um 1'500 Einheiten auf 77'500 Stellen gestiegen. Parallel dazu ist Ende August ein starker Anstieg der Anzahl vergebener Lehrstellen zu verzeichnen: Diese steigt von 70'000 auf 74'000 (+6%). Diese Entwicklung lässt vermuten, dass sich das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage dieses Jahr verbessert hat: Die Ende August unbesetzten 3'500 Lehrstellen machen 5%, gegenüber 8% im Vorjahr, aus. Die Unternehmen erwarteten zudem, bis zum Schulbeginn 2006 noch 1'000 dieser Lehrstellen vergeben zu können, was die Prognose der maximalen Anzahl vergebener Lehrstellen auf 75'000 erhöht (+3% gegenüber 72'500 im Jahr 2005). Das gestiegene Angebot ist eine Folge der günstigen Konjunktur, aber auch der Massnahmen, welche die Kantone, die Organisationen der Arbeitswelt und der Bund ergriffen haben.
Bei den Berufsbranchen zeigt sich, dass 99% der Lehrstellen in den Bereichen Zeichnen und Technische Berufe sowie 98% im Bürobereich vergeben sind. Am anderen Ende der Rangliste finden sich die Lehrstellen in der Metall- und Maschinenindustrie sowie im Bauwesen mit 94% bzw. 91% vergebener Stellen.
Trotz des anhaltenden demografischen Wachstums ist die Nachfrage nach Lehrstellen gesunken. Dieses Jahr interessierten sich 76'500 (2005: 80'000) der 135'500 Jugendlichen (2005: 133'500), die vor der Berufswahl stehen, für eine Lehrstelle. Etliche möchten diese jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt beginnen: 15'000 Personen (von denen 5'000 an einer Lehrstelle interessiert sind) entschieden sich für die Vorbereitung auf die berufliche Grundbildung. Es wurden aber auch Lehrstellen an Personen vergeben, die sich eigentlich für andere Bildungswege interessierten.
Weniger Jugendliche ohne Lösung
Berücksichtigt man ausschliesslich die Jugendlichen, die im April angegeben hatten, an einer Lehrstelle interessiert zu sein, so waren Ende August noch 3'000 von ihnen ohne Lösung. Mit 4% ist dieser Prozentsatz gegenüber 2005 (6%) gesunken und setzt damit der Serie von drei aufeinanderfolgenden Jahren mit einer steigenden Entwicklung ein Ende. Insgesamt geht die Zahl der Jugendlichen ohne Anschlusslösung um 1'500 auf 10'000 zurück.
Diese Tendenzen wirken sich auf die „Warteschlange“ aus: Nach vier aufeinander folgenden Jahren, in denen immer mehr Personen eine Übergangslösung wählten, nimmt die Zahl in diesem Jahr um 500 Personen auf 22'000 ab. Weniger als die Hälfte dieser Personen (10'500) wollten in diesem Jahr eine Lehre beginnen.