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Das Projekt der EU für einen einheitlichen europäischen Luftraum (Single European Sky, SES) enthält als zentralen Punkt die Bildung so genannter funktionaler Luftraumblöcke (FAB). Diese sollen entlang der Verkehrsströme angelegt sein und sich nicht wie heute an den Landesgrenzen orientieren. Nachdem die Flugsicherungsdienste von Frankreich und der Schweiz eine Machbarkeitsstudie für einen gemeinsamen FAB vorgelegt hatten, hat der Bundesrat am 6. September 2006 beschlossen, mit Frankreich formelle Verhandlungen für einen solchen gemeinsam betriebenen Luftraumblock aufzunehmen. Mit der Unterzeichnung einer Absichtserklärung haben die Direktoren der beiden Zivilluftfahrtsbehörden die ersten institutionellen Schritte zur Umsetzung des gemeinsamen Luftraums gemacht, dies mit dem Einverständnis der Luftwaffen beider Länder.
In der Zwischenzeit haben sich Deutschland, die Niederlande, Belgien und Luxemburg ebenfalls darauf verständigt, bei den jeweiligen Flugsicherungsunternehmen eine Studie über die Machbarkeit eines gemeinsamen funktionalen Luftraumblockes in Auftrag zu geben (so genannter FAB Europe Central). An einer Sitzung in Brüssel haben sich die Schweiz und Frankreich zusammen mit den Benelux-Staaten und Deutschland sowie die Europäische Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol heute darauf geeinigt, die beiden Projekte zu koordinieren. Auf rechtlich-institutioneller Ebene werden die Projekte getrennt weitergeführt, allerdings mit der Option einer allfälligen späteren Zusammenlegung der beiden FAB. Während die Machbarkeitsstudie für den FAB Frankreich-Schweiz bereits seit diesem Jahr vorliegt, wird sie für den FAB Europe Central für 2008 erwartet.