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Lehrstellensituation stabil

Bern, 08.06.2009 - Das Berufsbildungssystem in der Schweiz bewährt sich auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Das Lehrstellenbarometer April 2009 des Bundes zeigt eine mit der Vorjahresperiode vergleichbare stabile Situation auf dem Lehrstellenmarkt. Damit Lehrstellen suchende Jugendliche eine Lösung finden, hat Bundesrätin Doris Leuthard, Vorsteherin des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements (EVD), gemeinsam mit Vertretern der Kantone und der Wirtschaft bestehende Massnahmen der Berufsbildung dargelegt und erinnerte die Betriebe daran, Lehrstellen zu erhalten, um später nicht in einen Fachkräfteengpass zu geraten.

Gemäss der Befragung vom April 2009 zeigt das neue Lehrstellenbarometer, dass die Situation auf dem Lehrstellenmarkt stabil geblieben ist. Es besteht ein mit der Vorjahresperiode vergleichbares Verhältnis zwischen dem Angebot an Lehrstellen auf Seiten der Unternehmen und der Nachfrage bei den Jugendlichen. Die Anzahl Jugendlicher mit Interesse an einer Lehrstelle beträgt 79'000 Personen (2008: 80'000). Das Angebot an Lehrstellen bei den Unternehmen liegt 2009 bei 78'500 Lehrstellen (2008: 79'500).

Die angespannte Wirtschaftslage scheint sich noch nicht auf den Lehrstellenmarkt auszuwirken. Der demographische Rückgang bei den Schulabgänger/innen hat sich erwartungsgemäss auf die Anzahl Personen vor der Ausbildungswahl ausgewirkt. Die Anzahl Personen vor der Ausbildungswahl hat sich von 139'000 auf 137'000 verringert. Der prozentuale Anteil der Interessenten an einer Lehrstelle hingegen ist in den vergangenen beiden Jahren leicht angestiegen (+ 1%). Erfahrungsgemäss erhöht sich vom April bis zum Lehranfang im August die Zahl der angebotenen Lehrstellen um 2‘000 bis über 8‘000. Diese Angebotsausweitung ist erforderlich - denn in der Regel steigt in diesem Zeitraum auch die Nachfrage der Jugendlichen nach Lehrstellen nochmals. Gründe dafür sind Umorientierungen und die erst im Frühjahr stärker einsetzenden Lehrstellenrekrutierungen in der Romandie und im Tessin.

Damit Lehrstellen suchende Jugendliche eine Lösung finden, hat Bundesrätin Doris Leuthard an einer Medienkonferenz am 8. Juni 2009 gemeinsam mit Regierungsrat Bernhard Pulver, Erziehungsdirektor Kanton Bern, und Yves-André Jeandupeux, Mitglied der der Konzernleitung und Leiter Personal Die Schweizerische Post, die Betriebe aufgerufen, Lehrstellen nicht aufgrund kurzfristiger Rentabilitätsüberlegungen zu streichen.

Bund, Kantone und Organisationen der Arbeitswelt haben in den letzten Jahren eine Reihe von Massnahmen zur Verbesserung der Lehrstellensituation etabliert: Berufsinformation und -beratung, Lehrstellennachweise, Lehrbetriebsverbünde, Brückenangebote, kantonale Lehrstellenförderinnen und Lehrstellenförderer sowie für Jugendliche Mentoring und Coaching bei der Lehrstellensuche (Case Management). Diese Massnahmen können bei Problemen auf dem Lehrstellenmarkt rasch und unkompliziert intensiviert werden.

Die im internationalen Vergleich konsequente schweizerische Ausrichtung des Berufsbildungssystems auf den Arbeitsmarkt wird durch die soeben erschienen Ländervergleiche der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) anerkannt. Als besondere Stärke und Garant für das erfolgreiche Funktionieren des schweizerischen Ausbildungssystems hebt der Bericht das Ausbildungsengagement der Wirtschaft und die gut funktionierenden Verbundpartnerschaft zwischen Bund, Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt hervor. Das EVD sieht in der Würdigung eine Bestätigung der eingeschlagenen Politik, das typisch schweizerische Modell der arbeitsmarktorientierten Berufsbildung konsequent weiter zu entwickeln. Ziel ist es, die duale Berufsbildung international zur Anerkennung zu bringen, betonte die Direktorin des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie BBT, Ursula Renold.

 

Lehrstellenbarometer / OECD Länderberichte: Die detaillierten Ergebnisse des Lehrstellenbarometers vom April 2009 und die OECD Länderberichte sind auf www.bbt.admin.ch publiziert.

Adresse für Rückfragen:

Simone Hug, Pressedienst EVD, Tel. 031 322 20 25
Helen Stotzer, Kommunikation BBT, Tel. 079 639 02 50

Herausgeber:

Eidgenössisches Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung
Internet: http://www.wbf.admin.ch


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