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Die Rettungskette übte den Ernstfall

Bern, 15.03.2012 - Das Übungsdorf Epeisses bei Genf ist einer von zwei „Waffenplätzen“ der Armee, die vollständig in Trümmern liegen – die ideale Umgebung für eine grossangelegte Übung der Rettungskette Schweiz. In einem realistisch gestalteten Einsatz trainierten rund 100 Spezialisten und 12 Hunde vom 13. bis 15. März die Suche und Rettung von Verschütteten. Bundesrat Didier Burkhalter, der den Beübten am zweiten Tag einen Besuch abstattete, lobte die Rettungskette als international anerkannte Organisation, die die Schweizerinnen und Schweizer vereine und von ihnen getragen werde.

„Leben retten – Leiden lindern“, lautet der Leitspruch der Rettungskette Schweiz. In 20 Einsätzen seit ihrer Gründung 1981 hat sie dieses Motto bestätigt. Seit 2008 ist die Rettungskette als „heavy team“ durch die UN-INSARAG (International Search- and Rescue Advisory Group der UNO) klassifiziert. Demnach kann sie auf zwei Schadenplätzen gleichzeitig rund um die Uhr während zehn Tagen Verschüttete suchen und bergen. Um in der höchsten Liga der Rettungsteams zu bleiben, muss die Rettungskette regelmässig beübt werden.  

Die Übung Achilles spielte sich im fiktiven Land „Romandia“ ab, real im Grossraum Genf. In der Nacht vom 12. auf den 13. März wurde diese Gegend gemäss Szenario von einem Erdbeben der Stärke 6,6 erschüttert. Am Nachmittag des 13. März trafen die ersten Helfer der Rettungskette auf dem Schadenplatz ein. Insgesamt wurden knapp 100 Spezialisten und zwölf Suchhunde beübt.  

Vor rund 80 Gästen von Partnerorganisationen, VBS, Wirtschaft und Medien zeigte sich Bundesrat Didier Burkhalter am Besuchsanlass vom 14. März beeindruckt von der breiten Unterstützung, welche die Rettungskette in der Schweiz geniesst: Sie vereine die Schweizerinnen und Schweizer hinter sich und werde von ihnen getragen. „Der Grund ist vermutlich in der Tatsache zu finden, dass die Rettungskette die Kraft der Schweiz zur Zusammenarbeit und Koordination zwischen Zivilisten und Militärs, zwischen Staat und Privatwirtschaft, zwischen Milizlern und Professionellen widerspiegelt.“ 

Botschafter Manuel Bessler, der Delegierte des Bundesrats für Humanitäre Hilfe, betonte die Rolle der Rettungskette als Zeichen der Hoffnung und Solidarität der Schweiz mit den von Katastrophen betroffenen Regionen. Er erinnerte auch an die bilaterale Bedeutung der Hilfe: „Oft ist sie auch der Beginn einer zukünftigen guten politischen Beziehung zwischen dem betroffenen Land und der Schweiz.“ 

Als „Platzherr“ des Übungsdorfes Epeisses umriss Brigadier Jacques F. Rüdin Ideen für den Ausbau des Standortes. Auf dieser Infrastruktur sollten in Zukunft auch internationale Such- und Rettungsteams trainieren und nach den UN-INSARAG-Richtlinien klassifiziert werden können. „Dazu bietet sich der Standort Genf mit seiner Infrastruktur wie dem internationalen Flughafen Genève-Cointrin sowie der unmittelbaren Nähe zu den internationalen Organisationen geradezu hervorragend an.“ 

Die Rettungskette Schweiz kommt nach Erdbeben, aber auch nach anderen Katastrophen im Ausland zum Einsatz und ist auf die Ortung, Rettung und medizinische Erstversorgung von Verschütteten spezialisiert. Sie kann erste Massnahmen zur Überlebenshilfe einleiten, Hilfsgüter verteilen und einen Beitrag zur Koordination der internationalen Hilfe leisten.

Zusätzliche Verweise:

extern  Humanitäre Hilfe des Bundes
extern  Rettungskette Schweiz
extern  Schweizerisches Korps für Humanitäre Hilfe (SKH)

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