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Probeflüge mit Satellitennavigation auf Inselspital Bern bewilligt

Bern, 28.10.2010 - Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat der Rettungsflugwacht (Rega) die Bewilligung für Helikopter-Probeflüge mit Satellitennavigation auf das Inselspital in Bern unter Sichtflugbedingungen erteilt. Die Flüge dienen dazu, zu überprüfen, ob das satellitengestützte Verfahren in das Luftverkehrssystem der Region Bern integriert werden kann.

Die Rega führt in der Schweiz pro Jahr tausende Rettungsflüge und Patiententransporte mit Helikoptern durch. Da die Spitallandeplätze im Gegensatz zu den grossen Schweizer Flughäfen über keine entsprechende Ausrüstung verfügen, können die dortigen Anflüge nicht gestützt auf Instrumente erfolgen, sondern müssen nach Sicht durchgeführt werden. Dies wiederum verunmöglicht bei schlechten Wetterbedingungen Landungen auf Spitallandeplätzen. Die Rega will ein neues Flugverfahren einführen, das auch bei reduzierter Sicht oder tief hängenden Wolken Flüge mit Helikoptern zu Spitälern erlaubt. Basis dafür bildet die Satellitennavigation. In einem ersten Projekt hat die Rega mit den zuständigen Stellen ein Verfahren entwickelt, das es den Piloten ermöglichen soll, Anflüge auf das Berner Inselspital bis zu einem definierten Punkt gestützt auf Satellitendaten durchzuführen und den Anflug unter Sichtflugregeln abzuschliessen.

Um in der Schweiz neue An- und Abflugverfahren einführen zu können, braucht es eine Bewilligung des BAZL. Das Amt prüft, ob das neue Verfahren die internationalen technischen und operationellen Vorgaben erfüllt und sicher in das bestehende Flugverkehrssystem integriert werden kann. Beim Vorhaben der Rega gilt es vor allem sicherzustellen, dass der Einbezug der Flüge in die Flugverkehrskontrolle rund um den Flughafen Bern funktioniert.

Das BAZL hat die entsprechenden Nachweise sowie Dokumentationen der Rega und der Flugsicherung Skyguide geprüft und genehmigt. Als nächstes gilt es, die Praxistauglichkeit des Verfahrens anhand von Probeflügen zu demonstrieren. Das BAZL hat der Rega die Bewilligung für solche Flüge bis 28. Februar 2011 erteilt. Obwohl die Führung der Erprobungsflüge durch das Satellitensystem erfolgt, dürfen diese lediglich tagsüber und auch nur dann stattfinden, wenn die Wetterbedingungen für Sichtflüge gegeben sind. Diese Auflage erlaubt den Piloten auch bei unvorhergesehenen Schwierigkeiten eine sichere Fortsetzung des Flugs. Nach Auswertung der Ergebnisse aus den Probeflügen wird das BAZL entscheiden, ob das Verfahren definitiv eingeführt werden kann.  

Bei dem Verfahren der Rega handelt es sich um den ersten satellitengestützten Anflug in der Schweiz. Das BAZL hat zusammen mit weiteren Akteuren der Luftfahrt ein Aktionsprogramm entwickelt unter dem Namen CHIPS (CH-wide implemenation programm for SESAR related objectives), um die Einführung solcher zukunftsgerichteter Navigationsformen zu unterstützen. Das Programm  umfasst derzeit über ein Dutzend Projekte und Ideen zur Anwendung von Satellitentechnologien. Bis diese umgesetzt werden können, sind aber noch umfangreiche Grundlagen- und Entwicklungsarbeiten erforderlich.

Herausgeber:

Bundesamt für Zivilluftfahrt
Internet: http://www.bazl.admin.ch
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