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Flughafen Zürich: Änderung von Flugverfahren in Prüfung

Bern, 04.11.2004 - Seitdem das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) Anfang Oktober aus Sicherheitsgründen eine sofortige Änderung von Flugverfahren angeordnet hatte, läuft eine Überprüfung sämtlicher Betriebskonzepte auf dem Flughafen Zürich. Ob ein Vorfall vom vergangenen Sonntag einen Zusammenhang mit dem ausgewiesenen Verbesserungsbedarf am Betriebskonzept mit den Pisten 14 und 10 hat, wird die Untersuchung des Büros für Flugunfalluntersuchungen (BFU) zeigen.

Am 1. Oktober hatte das BAZL nach einer Inspektion auf dem Flughafen Zürich eine Änderung von Flugverfahren angeordnet. Dabei ging es um die Entflechtung von Abflügen und Durchstartmanövern auf den beiden Nordpisten 14 und 16 (Richtung Süden). Durchstarts sind nötig, wenn ein Flugzeug aus technischen oder meteorologischen Gründen einen Anflug abbrechen und abdrehen muss. Um die Sicherheit im Falle eines Durchstartmanövers jederzeit gewährleisten zu können, hatte das BAZL eine Erhöhung der Abstände verlangt. Die Separation zwischen der anfliegenden und der startenden Maschine wurde von 6 auf 8 Meilen erhöht bei ostwärts abfliegenden Maschinen und von 6 auf 12 Meilen bei Richtung Westen orientierten Flugzeugen.

Am vergangenen Sonntag kam es auf dem Flughafen Zürich zu einem Vorfall. Eine auf die Piste 14 anfliegende Maschine leitete kurz vor dem Aufsetzen einen Durchstart ein, derweil ein auf der Piste 10 nach Osten startendes Flugzeug bereits angerollt war. Auf Befehl der Flugsicherung führte der Pilot der zweiten Maschine einen Startabbruch durch. Das BFU hat eine Untersuchung des Vorfalls eingeleitet.

Im Rahmen der Inspektion von Mitte September hatte das BAZL auch alle anderen Betriebskonzepte beurteilt. Weitere Sofortmassnahmen als die am 1. Oktober erlassenen erwiesen sich demnach nicht als notwendig. Allerdings wurde beim Betriebskonzept «Landungen auf Piste 14 und Starts von Piste 10 im Falle eines Durchstarts» dennoch Verbesserungsbedarf festgestellt.
Skyguide erhielt deshalb vom Amt den Auftrag, Massnahmen für eine ausreichende Staffelung der Flugzeuge zu erarbeiten.

Weiter hat das BAZL Skyguide beauftragt, die anderen Betriebskonzepte auf dem Flughafen Zürich ebenfalls zu überprüfen und falls notwendig im Interesse der Sicherheit Anpassungen zu definieren. Die Arbeiten sind derzeit im Gang. Inwiefern der Vorfall vom letzten Sonntag einen Zusammenhang mit dem festgestellten Verbesserungsbedarf am Betriebskonzept mit den Pisten 14 und 10 hat, wird die Untersuchung des BFU zeigen.

Herausgeber:

Bundesamt für Zivilluftfahrt
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