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Sicherheit ist nicht nur Sache der Aufsichtsbehörde

Bern, 13.09.2006 - An der 2. Sicherheitskonferenz der Schweizer Zivilluftfahrt unter der Leitung des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL) wurde die gemeinsame Verantwortung von Industrie und Aufsichtsbehörde für die Sicherheit betont. Die rund 50 Fachleute diskutierten im Weiteren über drei sicherheitsrelevante Themenbereiche.

Im vergangenen November hatte das BAZL erstmals eine Sicherheitskonferenz organisiert mit dem Ziel, den Dialog über Sicherheitsfragen innerhalb der Schweizer Aviatik zu intensivieren. Aufgrund der positiven Reaktionen der Teilnehmenden führte das Amt heute in Olten die zweite Auflage des Anlasses durch. Rund 50 Fachleute aus der Industrie und dem BAZL nahmen daran teil.

In seinen einleitenden Worten wies BAZL-Direktor Raymond Cron auf die Bedeutung der Sicherheit für die Schweizer Zivilaviatik hin. Der Bundesrat hatte in seinem luftfahrtpolitischen Bericht einen im europäischen Vergleich hoch stehenden Sicherheitsstandard als Ziel definiert. Dieses Ziel erfordert auf der einen Seite eine systematische Aufsicht durch das BAZL, auf der anderen Seite aber auch eine aktive Rolle der Verantwortlichen in der Industrie. Nur gemeinsam könne es gelingen, die von der Politik gemachten Sicherheitsvorgaben zu erfüllen, betonte Cron. In Zukunft soll der Fokus der Aufsicht verstärkt auf den Führungs- und Kontrollsystemen der Unternehmen liegen und nicht mehr wie früher ausschliesslich auf stichprobenartigen Inspektionen. Dadurch soll die Industrie befähigt werden, Gefahrenquellen rascher zu erkennen und vorbeugend darauf zu reagieren. Letztlich werden mit diesem Ansatz Unternehmen in die Lage versetzt, aktiv eine eigene Sicherheitskultur zu gestalten.

Als Gastreferent ging Alexander Skonietzki, Verantwortlicher für Sicherheit und menschliche Aspekte (Human Factors) bei der europäischen Flugsicherungsorganisation Eurocontrol, auf die zunehmende Bedeutung von Sicherheits-Managementsystemen (SMS) in der Aviatik ein. Er erläuterte sowohl die Methodik als auch die zur Verfügung stehenden Instrumente eines solchen Systems, um Gefahren und Risiken in sicherheitsrelevanten Bereichen eliminieren zu können. Die Internationale Zivilluftfahrtkonferenz (ICAO) will SMS in der Industrie zum Standard für die Zukunft erklären. Das BAZL verfügt seit 2005 über ein eigenes SMS, mit dem es Befunde aus seiner Aufsichtstätigkeit und von aus der Industrie gemeldeten Vorkommnissen sammelt und auswertet. Kommen dabei die Sicherheit beeinträchtigende Entwicklungen oder Situationen ans Licht, kann das Amt gezielt und rechtzeitig Massnahmen ergreifen.

In der Diskussion unter den Experten kamen drei Risiken zur Sprache, die sich nach den Feststellungen des BAZL in letzter Zeit gehäuft haben. Es handelt sich um Luftraumverletzungen durch Piloten, Schwierigkeiten bei Landungen aufgrund topografischer Besonderheiten und erschwerten Wetterbedingungen sowie Kommunikationsprobleme zwischen Flugbesatzungen und der Flugsicherung. Die aus der Debatte gewonnen Erkenntnisse wird das BAZL in die weiteren Überlegungen zu allfälligen Massnahmen in diesen drei Themenbereichen einbeziehen.

Herausgeber:

Bundesamt für Zivilluftfahrt
Internet: http://www.bazl.admin.ch
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