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Lasst uns ambitiös sein

Berne, 10.01.2013 - Rede von Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung WBF | Departementstagung 2013

Sehr geehrte Frau Staatssekretärin
Sehr geehrter Herr Staatssekretär
Sehr geehrte Frau Generalsekretärin
Sehr geehrte Frau Amtsdirektorin
Sehr geehrte Herren Amtsdirektoren

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Chers collaborateurs

Ich wünsche Ihnen alles Gute zum neuen Jahr und begrüsse Sie herzlich zur Departementstagung 2013.

Ich wünsche Ihnen Energie, gute, kreative Ideen, Durchstehvermögen, genügend dicke Haut, eine tüchtige Portion Gelassenheit und vor allem gute Gesundheit, also alles was es braucht, damit 2013 ein erfolgreiches Jahr wird. Ganz besonders herzlich heisse ich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des früheren SBF bei uns im SBFI und damit im WBF willkommen.

Ich freue mich auf unsere Zusammenarbeit.

Die Erwartungen an Sie, aber auch an mich, sind gross. Aber ich bin sicher, gemeinsam werden wir sie bestehen. Bevor ich auf die BFI-Politik als unser Tagungsthema zu sprechen komme, will ich eine kurze wirtschaftliche Lageeinschätzung vornehmen. Denn auch wenn sich derzeit vieles auf Bildung konzentriert, die Wirtschaftspolitik ist nach wie vor zum WBF.

Für mich ist sicher: Wir werden im kommenden Jahr mehr gefordert, als wir das heute erwarten. Sie kennen alle das Umfeld. Es ist kein Einfaches. Keines, das zu besonderem Optimismus Anlass gibt. Aber auch keines, das auf die grosse Krise hindeutet.

Das kommende Jahr dürfte dereinst eher als Seitwärtsbewegung in die Geschichtsbücher eingehen, zumindest wirtschaftlich betrachtet.

Die Schuldenkrise in Europa scheint zwar einigermassen im Griff zu sein - gelöst ist sie aber noch lange nicht. Und der Euroraum ist und bleibt unser wirtschaftlicher Hauptpartner. Das bedeutet, dass die Nachfrage aus diesem Raum nach unseren Gütern kaum wesentlich zunehmen dürfte. Positiver sind die Prognosen bezüglich den USA und dem Fernen Osten. Hier sind die Wachstumsprognosen schon deutlich besser. Vor allem die Nachfrage in China scheint wieder in Schwung zu kommen. Das alles führt zu einer Wachstumsprognose, die mit 1,3 Prozent leicht über derjenigen des letzten Jahres liegt. Diese Prognose bewegt sich im gleichen Rahmen wie die Voraussagen der Schweizerischen Nationalbank oder der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich.

Erfreulicherweise dürfen wir auch in diesem und vielleicht sogar im nächsten Jahr damit rechnen, dass wir nicht von Inflation betroffen sind. Leicht ansteigen dürfte hingegen die Arbeitslosigkeit, wobei wir im internationalen Vergleich immer noch ausserordentlich gut dastehen. Schauen Sie in die Nachbarländer, da sieht es ganz anders aus. Und schauen Sie erst in den Süden, nach Italien, Spanien, Griechenland oder auf den Balkan: In diesen Ländern wird die Lage wirklich dramatisch.

Vor allem, wenn wir die Höhe der Jugendarbeitslosigkeit betrachten. Die Zahl der jungen Menschen, die in diesen Ländern ohne Arbeit sind, macht mir Sorge. Sorgen bereitet mir aber auch ein zweites Thema: Unser Verhältnis zum Ausland. Die Nachrichten, die uns noch vor den Weihnachten aus dem Ausland erreichten, waren wahrlich kein Geschenk, vor allem nicht, wenn sie aus dem Finanzbereich kamen.

Der Liborskandal unserer grössten Bank, die Verhaftung von Angestellten von Schweizer Kantonalbanken in den USA oder die Aussagen eines Spitzenbankers über den Schweizer Finanzplatz machen unsere politischen Anstrengungen, die darauf hinzielen, den guten Ruf des Bankenplatzes Schweiz wieder herzustellen, alles andere als einfach. Und dieser gute Ruf ist unbedingt notwendig, wenn der Finanzplatz Schweiz zur alten Stärke zurückfinden soll. Und das muss er.

Wegen des Finanzplatzes selbst, Aber auch, weil der Denk- und Werkplatz Schweiz ganz entscheidend mit dem Finanzplatz zusammenhangen.(Ein guter Ruf ist aber auch dringend nötig, wenn wir die Abstimmung über die Minder-Initiative gewinnen und so dem indirekten Gegenvorschlag zu Durchbruch verhelfen wollen.) Auch die Europafrage beschäftigt mich stark, selbst wenn ich diesbezüglich lange nicht so pessimistisch bin, wie uns gewisse Zeitungskommentatoren in den letzten Tagen und Wochen weiszumachen versuchten.

Wir sind nicht in einer Sackgasse. Aber wir müssen das Verhältnis zu unserem wichtigsten Wirtschaftspartner längerfristig entkrampfen, klären und auf stabile Füsse stellen. Ich bin überzeugt, dass der Bundesrat mit seiner Strategie für die Weiterentwicklung der Bilateralen richtig liegt. Wieso erwähne ich das? Ich erwähne dies, weil wir wirtschaftlich mit jedem dritten Franken von der EU abhängen. Indirekt ist also jeder dritte Arbeitsplatz davon abhängig, wie gut der Zugang für unsere Unternehmen zu diesem 500-Millionen-Menschen-Markt ist. Da dürfen wir einfach nichts anbrennen lassen.

Denn der Grundsatz meiner Politik ist unverändert der selbe:

Ich will alles dafür tun, dass die Menschen in unserem Land eine Arbeit haben. Dabei ist Arbeit nicht bloss die Grundlage, um ein Einkommen zu erzielen. Arbeit ist vor allem auch die Basis für das Selbstwertgefühl, für die Zufriedenheit jedes Menschen. Arbeit und Beschäftigung geben dem Leben Inhalt und Sinn. Arbeit ist die beste Voraussetzung für sozialen Frieden, einen sozialen Frieden, der bereits heute in vielen europäischen Ländern selbst in unserer nächsten Nachbarschaft alles andere als gesichert ist. Vollbeschäftigung bedeutet für mich Stabilität, Stabilität ist die erste Einladung für private und öffentliche Investitionen. Und es sind die Investitionen, die letztlich Reichtum generieren, Reichtum, der wieder investiert werden kann.

Es ist eine Binsenwahrheit, ausgebildete Menschen haben grössere Chancen, Arbeit zu finden. Das gilt für den Berufsmann genauso wie für die Akademikerin. Skills heisst hier das Schlagwort. Je ausgeprägter die praktischen Fähigkeiten, je vertiefter die technischen Kenntnisse, je besser die sprachlich-intellektuellen Fertigkeiten, umso grösser sind die Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Dass alle Menschen in unserem Land in die Lage versetzt werden, sich entsprechend ihren Eignungen und Neigungen auszubilden, das ist und bleibt das oberste Ziel unserer künftigen und kohärenten BFI-Politik.

Mesdames et Messieurs,

Nous vivons aujourd'hui une journée particulière, une journée qui restera longtemps dans nos mémoires. Depuis le 1er janvier le nom de notre département a été complété par les mots ‘formation' et ‘recherche'. Ces mots font leur apparition alors que notre Confédération souffle plus que 150 bougies. Il était temps. Le DFE devient le DEFR. C'est bien plus qu'un simple changement d'appellation. C'est la preuve que la formation et la recherche ont acquis dans notre société une nouvelle importance qui est désormais pleinement appréciée.

C'est essentiel dans notre pays qui ne peut pas tirer ses richesses de son sous-sol. Nous le savons tous: ce changement de nom est le résultat d'un processus de longue haleine. Il fut tout sauf simple. Mais aujourd'hui, c'est avec une grande satisfaction que je repense aux 18 mois écoulés. Ils ont commencé lorsque le Conseil fédéral a décidé de la réforme administrative la plus ambitieuse de ces dernières décennies. L'histoire de la fusion de l'OFFT et du SER remonte encore plus loin.

Les Chambres fédérales et les cantons réclamaient depuis années que les responsabilités en matière de formation, de recherche et d'innovation soient réunies dans un seul département. Qui sait : si les parlementaires n'avaient pas fait en leur temps preuve de détermination en votant une initiative parlementaire exigeant une conduite unifiée dans le domaine de la formation et de la recherche, nous n'aurions peut-être rien à célébrer aujourd'hui. Ni DEFR, ni SEFRI.

Je l'ai déjà dit à de nombreuses reprises et je le répète volontiers devant vous : je suis convaincu que la décision de réunir l'économie, la formation et la recherche sous un seul toit est la bonne décision. Cette proximité permettra une meilleure compréhension entre les différents acteurs et suscitera de nouvelles idées et expériences.

Je suis persuadé que nombre d'entre vous se demandent quels fruits ils peuvent espérer de cette réorganisation de notre département. Cette question est parfaitement légitime.

Permettez-moi donc de vous énumérer mes sept principes en matière de formation, de recherche et d'innovation.

1. Des chances et perspectives des pour tous

Notre système de formation doit être ouvert et transparent afin que chacun dans notre pays puisse se former conformément à ses aptitudes et ses intérêts. Notre objectif doit être une société qui donne à chacun sa chance. Nous avons de la chance de pouvoir nous fixer de tels objectifs ! Nos voisins ne peuvent pas se monter aussi ambitieux.

C'est un privilège, mais ce n'est pas un don du ciel garanti pour toute éternité. C'est un privilège qui se mérite. Il est le fruit d'un labeur patient, d'efforts ininterrompus et d'une vraie passion. C'est aussi un privilège qui doit sans cesse être reconquis. Nous devons garder cela en tête. Tous les jours.

Quand je parle de formation, il est pour moi absolument essentiel de ne pas la réduire aux seules aptitudes professionnelles. Une vraie formation c'est bien plus que la recherche d'avantages économiques ou la capacité de s'adapter à des aux exigences sans cesse renouvelées des processus de production ou de l'industrie de services.

Se former, cela implique que chacun apprenne interagir de façon compétente et développe sa capacité avec les autres, quelque soient les barrières culturelles. La formation doit aussi insuffler l'envie de prendre des responsabilités afin de contribuer aux évolutions à venir de notre société, de notre pays.

2. Des filières de formation fortes, tant professionnelles qu'académiques

La formation et la formation professionnelle sont complémentaires. Elles doivent se renforcer mutuellement. ‘Différents, mais égaux !' Ce slogan reste plus que jamais d'actualité. Le jeu d'équipe très fin et efficace que nous sommes parvenus à établir entre le monde professionnel et le monde académique est un puissant atout dans la compétition internationale. Nous devons l'entretenir et le perfectionner.

La collaboration entre académie et monde du travail a largement contribué à l'excellence innovatrice de notre économie. Cela ne signifie pas que nous pouvons nous relâcher. Loin de là. Nous devons continuer nos efforts avec toute notre énergie car la concurrence est mondiale et elle ne dort pas. Ce système doit constamment être perfectionné, développé et adapté aux nouvelles conditions.

Nous devons le faire en collaboration avec tous nos partenaires, avant tout avec les cantons et les organisations professionnelles. Tout temps mort entraînerait nécessairement un recul. La coopération avec tous les acteurs du domaine de la formation, de la recherche et de l'innovation me tient tout particulièrement à cœur. Cette coopération doit fonctionner sans heurts si nous voulons maintenir et développer la qualité de l'atelier d'innovation suisse.

Soyons clairs. Notre système de formation professionnel dual est une réussite grâce à sa proximité avec le marché du travail et grâce au rôle primordial que jouent les partenaires sociaux. Cela suscite l'admiration dans le monde entier. Notre système de formation professionnel fait l'objet d'études approfondies. Il devient le modèle à suivre pour les pays intéressés de réformer leur système éducatif devenu trop académique.

3. Liberté de la recherche

J'aimerais aussi apaiser tous ceux qui craignent que les universités et la recherche fondamentale seront sacrifiés sur l'autel de l'économie. Sur ce point, permettez-moi de rappeler que la liberté de recherche et d'enseignement est garantie par la Constitution fédérale. Elle est donc intouchable.

Ceci étant dit, je ne suis même pas persuadé qu'une telle garantie constitutionnelle soit vraiment nécessaire. Il suffit d'être conscient que l'innovation ne peut surgir que si l'impensable peut être pensé. La recherche n'aurait aucune raison d'être si son résultat était déjà connu.

Par conséquent, elle doit bénéficier de toutes les libertés, y compris le risque d'échouer. Car ce que la recherche nous apporte ne peut être apprécié qu'en fin de compte.

4. Positionierung der Berufsbildung

Ich will die Vorzüge des dualen Systems bekannter machen. Das heisst in erster Linie, dass wir mehr tun müssen, um die gesellschaftliche Anerkennung der berufsbezogenen Bildungswegen steigern zu können.

Es ist leider immer noch so, dass erfolgreiche Berufsleute hoch angesehen sind, gleichzeitig aber das Sozialprestige der Akademiker höher ist als das bestandener Berufsleute.

Auf dem Tisch liegt auch die Titelfrage. Diesbezüglich habe ich versprochen, noch in diesem Jahr eine Lösung zu präsentieren.

5. Nachwuchsförderung / Fachkräfte

Die Zahlen belegen es: Die Zahl der Schulabgängerinnen und Schulabgänger sinkt. Bis 2018, also in 5 Jahren, werden rund 8 Prozent weniger junge Männer und Frauen die Schule verlassen. Das besagen die Bildungsperspektiven 2012 des Bundesamtes für Statistik, die vor 11 Jahren zum ersten Mal gemacht wurden.

Das hat für Gymnasien und Mittelschulen andere Konsequenzen als für die duale Berufsbildung. Denn während die Eintritte in Maturitätsschulen und Fachmittelschulen in etwa stabil bleiben dürften, wird die Zahl der Lehrverhältnisse in den nächsten 5 Jahren um mehr als 4 Prozent sinken.

Und das, obwohl die Zahl der angebotenen Lehrstellen in den letzten Jahren konstant hoch geblieben ist.

Gleichzeitig dürfte sich eine weitere Tendenz bestätigen. Die Tendenz nämlich, dass der Mangel an talentierten jungen Menschen für Ausbildungsplätze mit hohen Anforderungen zunimmt und gleichzeitig andere Schulabgänger/innen mit Defiziten weiterhin viel Mühe haben, eine Lehrstelle zu finden. Anstrengungen in beide Richtungen sind nötig.

Leistungsschwächere müssen unterstützt werden, damit sie in die Berufsbildung integriert werden können. Und Leistungsstarke müssen für die Berufsbildung gewonnen werden.

Der zweite Sachverhalt, der mich sehr beschäftigt, ist der Fachkräftemangel.

In zahlreichen Wirtschaftssegmenten und anspruchsvollen Berufen wird es für Unternehmen zunehmend schwieriger, geeignete Fachkräfte zu finden. Damit sind durchaus nicht nur technische Berufe gemeint, angesprochen sind ebenso sehr die Berufe aus der Gesundheitsindustrie. Natürlich können wir über die Personenfreizügigkeit Lücken abdecken. Aber das kann unser Problem längerfristig nicht lösen. Und zwar aus zwei Gründen nicht: Einerseits leiden die Länder, aus denen die Fachkräfte stammen, unter den gleichen Problemen wie wir. Auch ihnen fehlen die guten Leute.

Deshalb unternehmen sie zunehmend grössere Anstrengungen, ihre Leute bei sich zu behalten oder sie in ihre Länder zurückzuholen. Andrerseits stösst die Bereitwilligkeit gegenüber der Personenfreizügigkeit bei immer grösseren Teilen unserer Bevölkerung mehr und mehr an ihre Grenzen.

Für uns bedeutet dies, dass wir vermehrt Möglichkeiten suchen müssen, wie insbesondere die Frauen wieder vermehrt motiviert werden können, in ihre angestammte.

Berufstätigkeit zurückzukehren. Im Zentrum stehen Massnahmen, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern.

6. Attraktivität des Bildungs- und Forschungsplatzes Schweiz

Der BFI-Standort muss weltoffen sein. Nur wenn es uns weiterhin gelingt, die BFI-Politik international zu vernetzen, können wir unser heute ausserordentlich gutes Niveau halten. Wir erfahren es jeden Tag: Unsere Bildungs-, Forschung- und Innovationszukunft wird nicht allein in unserem Land entschieden.

Wie unser Werkplatz steht auch unser Denkplatz in einem harten internationalen Konkurrenzkampf. Vor allem die Hochschulen Asiens investieren enorm viel und das mit Erfolg.

Aber auch Exzellenz-Universitäten und finanziell ausserordentlich gut ausgestattetet Institute wie etwa das Max Planck-Institut in Deutschland unternehmen grosse Anstrengungen, um ihre Spitzenpositionen zu behalten oder auszubauen.

Neben der Tatsache, dass drei unserer Hochschulen unter den 100 besten der Welt figurieren, was der Schweiz vom „Times Higher Education Report" für das Jahr 2012 das Kompliment vom „real higher education power house" einbrachte, freuen mich zwei Ereignisse besonders:

Dass die Schweiz in den kommenden Jahren zusammen mit Luxemburg die Europäische Raumfahrtorganisation ESA präsidieren kann und dass mit der früheren Nationalrätin und heutigen ETH-Rätin Barbara Häring eine ausserordentlich kompetente Vertreterin des Denk- und Forschungsplatzes Schweiz von der Europäischen Kommission zur Ko-Vorsitzenden des European Research and Innovation Area Board gewählt wurde.

Das alles sind für mich beste Voraussetzungen, mit Optimismus in die internationale BFI-Zukunft zu gehen. Ich hoffe, es ist auch ein gutes Omen für die anstehenden Verhandlungen in Sachen europäischer Bildungs- und Forschungszusammenarbeit.

Die Teilnahme unseres Landes an „Horizon 2020" und andern europäischen Forschungsprojekten wie „Erasmus for all", „Jugend in Aktion" oder „Lebenslanges Lernen" gehören für mich zu den prioritären politischen Anliegen für das laufende Jahr.

7. Liberale Bildungspolitik

Ich will eine liberale BFI-Politik: Eine liberale Bildungspolitik verbinde ich mit drei Begriffen: mit Eigenverantwortung, mit Wettbewerb und mit Kostenbewusstsein. Ich will erstens Eigenverantwortung fördern, denn ich bin überzeugt, dass nur wer eigenverantwortlich handelt, motiviert ist. Nur wer eigenverantwortlich handelt, hat auch die Chance, für seinen Einsatz belohnt zu werden. Dies fördert auch die Bereitschaft, Risiko auf sich zu nehmen. Kurz: Eigenverantwortung fördert und honoriert Leistung. Der zweite Begriff heisst Wettbewerb.

Ein gesunder Wettbewerb ist die beste Voraussetzung für Höchstleistungen. In diesem Sinne kann ich den friedlichen Wettstreit nur begrüssen, nur durch ihn entstehen neue Ideen und damit Fortschritt. Wettbewerb darf aber nicht dazu führen, dass nicht alle Jungen die gleichen Chancen auf Bildungszugang haben. Um diese Chancen zu verbessern, braucht es ein verbessertes Stipendienwesen, und die Sicherstellung der Qualität der Schule.

Eine liberale BFI-Politik zeichnet sich drittens durch ein klares Kostenbewusstsein aus. Bildung, Forschung und Innovation kosten Geld. Bildung und Forschung benötigen vor allem eine solide und verlässliche Finanzierung. Für mich und uns alle zentral ist somit die Frage, wie wir die Mittel einsetzen, damit sie auch wirklich nachhaltig wirken.

Das Parlament hat den BFI-Bereich für die nächsten Jahre mit einem soliden Budget ausgestattet. Dieses Geld will sorgfältig investiert sein. Wir - und damit meine ich alle, die in der BFI-Politik Verantwortung tragen, ob beim Bund oder den Kantonen - wir stehen hier alle in der Pflicht. Denn es ist bereits heute absehbar, dass diese hohen Steigerungsraten mittel- und langfristig auch für uns kaum mehr finanzierbar sind.

Die Mittel werden knapper, und der Verteilkampf um die öffentlichen Mittel wird entsprechend härter. Es lohnt sich also schon heute, grosse Investitionsvorhaben hinsichtlich des nationalen Bedarfs und der langfristigen Finanzierbarkeit auf Herz und Nieren zu prüfen.

Sind die Strukturen einmal geschaffen, verlieren wir zunehmend unseren finanziellen Spielraum. Besonders wenn die jährlichen Wachstumsraten nicht mehr so hoch sind wie heute.

Ich komme zum Schluss

Sie dürfen stolz darauf sein was wir im letzten Jahr alle zusammen geleistet haben. Dafür haben sie meinen Dank und meine volle Anerkennung. Ich hoffe es gibt Ihnen auch den Mut, die Energie und die Lust sich weiterhin voll zu engagieren. Denn ohne sie können die Ziele die ich ihnen gerade Umrissen habe gar nicht erreicht werden. Ich freue mich sehr, dass ich auf Sie zählen kann. Mit dem Beginn dieser Woche sind wir in eine neue Ära gestartet, neue, grosse Herausforderungen warten auf uns.

Lasst uns ambitiös sein, lasst uns innovative Antworten auf diese Herausforderungen entwickeln - im Dienste der Menschen, die in unserem Land leben, im Dienste auch der Wirtschaft, die Wohlstand und Wohlfahrt schafft.

Besten Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Es gilt das gesprochene Wort!

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Auteur:

Département fédéral de l'économie, de la formation et de la recherche
Internet: http://www.wbf.admin.ch
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