Asylstatistik Juni 2025
Bern-Wabern, 22.07.2025 — Im Juni 2025 haben 2213 Personen ein Asylgesuch in der Schweiz gestellt. Dies entspricht einer Zunahme von rund neun Prozent gegenüber dem Vormonat. Damit dürfte der übliche saisonbedingte Anstieg der Asylgesuche begonnen haben. Erfahrungsgemäss nimmt die Anzahl Asylgesuche im Verlauf des Spätherbstes wieder ab.
Die Zahl der neuen Asylgesuche hat im Juni 2025 gegenüber dem Vormonat um 188 zugenommen. Die wichtigsten Herkunftsländer waren Afghanistan (456), Eritrea (430) und die Türkei (221). Weiter entfielen 214 Asylgesuche auf somalische und 157 auf algerische Staatsangehörige.
Trotz der Zunahme im Juni liegt die Anzahl Asylgesuche im ersten Halbjahr 2025 noch immer um knapp 18 Prozent hinter derselben Vorjahresperiode zurück. In Erwartung saisonbedingter, steigender Asylgesuchszahlen hat das SEM Anfang Juli aber entschieden, drei temporär geschlossene Bundesasylzentren (BAZ) in den nächsten Wochen vorausschauend wieder in Betrieb zu nehmen.
Die 2213 im Juni gestellten Asylgesuche setzten sich zusammen aus 1889 Primär- sowie 324 Sekundärgesuchen. Bei Letzteren handelt es sich um Geburten, Familiennachzüge oder Mehrfachgesuche. Damit hat die Anzahl Primärgesuche gegenüber dem Vorjahresmonat um rund 34 Prozent zugenommen.
Im Juni 2025 konnte das SEM erstinstanzlich über 2457 Asylgesuche entscheiden, knapp einem Viertel der Asylsuchenden wurde Asyl gewährt. Insgesamt verliessen 872 Personen ohne Aufenthaltsrecht die Schweiz kontrolliert, davon 559 selbständig. 313 Personen wurden polizeilich in ihren Herkunftsstaat, den zuständigen Dublin-Staat oder einen Drittstaat begleitet. Hinzu kamen 971 unkontrollierte Abreisen. Weiter befanden sich per Ende Juni 5390 Personen in der Rückkehrunterstützung.