Bundesrat Beat Jans trifft Innen- sowie Justizminister von Liechtenstein: Stärkung der Zusammenarbeit in den Bereichen Migration und Justiz
Bern, 25.08.2025 — Bundesrat Beat Jans hat am 25. August 2025 in Bern eine Delegation der liechtensteinischen Regierung zu einem Arbeits- und Antrittsbesuch empfangen. Ziel des Treffens war es, die gute Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Liechtenstein zu stärken und sich zu aktuellen Themen in den Bereichen Migration und Justiz auszutauschen. Die beiden Delegationen sprachen etwa über die neusten Entwicklungen beim Schutzstatus-S, die Zusammenarbeit im Bereich der europäischen Strafverfolgung sowie über geplante Reformen im Schweizer Familienverfahrensrecht.

Der Vorsteher des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements EJPD und die beiden liechtensteinischen Regierungsmitglieder Hubert Büchel sowie Emanuel Schädler würdigten die engen Beziehungen zwischen der Schweiz und Liechtenstein. Bundesrat Beat Jans zeigte sich überzeugt, in der aktuellen geopolitischen Lage sei eine gute Zusammenarbeit mit den Nachbarländern von zentraler Bedeutung.
Die drei Minister lobten die sehr enge Kooperation der beiden Länder in den Bereichen Migration und Sicherheit und zeigten sich entschlossen, die Herausforderungen der Migration gemeinsam mit den europäischen Partnern anzugehen. Bundesrat Jans erklärte, als Schengen-assozierte Staaten sei es für die Schweiz und Liechtenstein umso wichtiger, sich zu koordinieren und Positionen gemeinsam einzubringen.
Mit dem liechtensteinischen Innennminister Hubert Büchel unterhielt sich Bundesrat Jans über den Schutzstatus-S sowie die Arbeiten zur Umsetzung der Prümer Zusammenarbeit. Diese soll den gegenseitigen Austausch zwischen den Strafverfolgungsbehörden der EU-Staaten verbessern, etwa zu DNA-Profilen, Fingerabdrücken oder Fahrzeugdaten. Auch die Schweiz und Liechtenstein nehmen daran teil. Für die technische Umsetzung der Prümer Zusammenarbeit musste auch ein Vertrag zwischen der Schweiz und Liechtenstein aktualisiert werden. Mit dem im Sommer erfolgten Notenaustausch zwischen den beiden Ländern konnte dieses Vorhaben erfolgreich umgesetzt werden. Die Schweiz und Liechtenstein trügen damit zur Sicherheit im Schengen-Raum bei, betonte Bundesrat Jans.
Neben Migrations- und Sicherheitsthemen wurden beim Treffen in Bern auch Justizthemen behandelt. Bundesrat Jans und der liechtensteinische Justizminister Emanuel Schädler, der seit April 2025 im Amt ist, tauschten sich über die geplanten Reformen im Schweizer Familienverfahrensrecht sowie über die Digitalisierung der Justiz aus.