Zwei Drittel der Hochschulabsolventinnen und -absolventen wechseln innert fünf Jahren nach dem Abschluss die Stelle
Neuchâtel, 01.09.2025 — Zwei von drei Hochschulabsolventinnen und -absolventen wechselten innerhalb von fünf Jahren nach ihrem Studienabschluss im Jahr 2018 die Stelle. Knapp ein Viertel der Wechsel zwischen dem ersten und fünften Jahr nach Abschluss waren mit einem hierarchischen Aufstieg verbunden. Dieser wirkte sich in der Regel positiv auf das Einkommen aus (+13% bis +18%) und verbesserte auch die Arbeitszufriedenheit (bis zu +47%). Dies sind einige Ergebnisse der Zweitbefragung 2023 der Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen des Bundesamts für Statistik (BFS).
67% der Hochschulabsolventinnen und -absolventen haben in den fünf Jahren nach ihrem Studienabschluss mindestens einmal den Arbeitgeber oder ihre Funktion beim gleichen Arbeitgeber gewechselt. Am mobilsten waren Absolventinnen und Absolventen eines UH-Masters oder UH-Doktorats (72%), gefolgt von den Personen mit einem FH-Bachelor (68%). Die Absolventinnen und Absolventen eines PH-Lehrdiploms wechselten am seltensten die Stelle (44%). Zu den wichtigsten Gründen für den letzten Stellenwechsel gehörten der Wunsch nach einer neuen beruflichen Herausforderung (45%) und die Unzufriedenheit mit der bisherigen Erwerbstätigkeit (32%), namentlich bezüglich Arbeitsklima und Inhalt der Aufgaben.
Stellenwechsel und hierarchischer Aufstieg
27% bis 31% der Absolventinnen und Absolventen eines UH-Masters oder UH-Doktorats, die in den fünf Jahren nach dem Studienabschluss mindestens einmal die Stelle gewechselt haben, wurden befördert, gegenüber 23% der Personen mit FH-Bachelor und 5% der Personen mit PH-Lehrdiplom. Die Mehrheit der Stellenwechselnden (knapp 65%) behielten hingegen eine gleichwertige Position. Stellenwechsel, die mit einem hierarchischen Abstieg verbunden sind, erfolgen selten (weniger als 5%).
Beförderungen, Lohnerhöhungen und mehr Zufriedenheit
Bei beförderten Absolventinnen und Absolventen (23%) – entweder innerhalb desselben Unternehmens (12%) oder bei einem neuen Arbeitgeber (11%) – erhöhte sich das standardisierte Bruttoerwerbseinkommen (ausgedrückt in realen Werten) um 13% bis 18% im Vergleich zu Personen, die weder die Position noch den Arbeitgeber gewechselt haben. Auch bei einem Arbeitgeberwechsel ohne Veränderung der hierarchischen Position (21%) stieg der Lohn im Vergleich zur Referenzgruppe um durchschnittlich 6%. Ein Stellenwechsel geht in den meisten Fällen mit einer Zunahme der Arbeitszufriedenheit einher, namentlich hinsichtlich des Einkommens (bis zu +47%), der Übereinstimmung mit den beruflichen Qualifikationen (bis zu +26%) und Raum für Privat- oder Familienleben (bis zu +44%).
Diese Medienmitteilung und weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der Website des BFS.