Ukraine: Bundesrat beschliesst Hilfspaket zur Lieferung von dringend benötigten Energiegütern
Bern, 11.02.2026 — Die Ukraine ist derzeit mit der schwersten Energiekrise seit Kriegsbeginn konfrontiert. Zur Unterstützung in dieser schwierigen Lage werden Schweizer Unternehmen in den kommenden Wochen hochleistungsfähige Generatoren und Strommodule an die Ukraine liefern. Dafür hat der Bundesrat am 11. Februar 2026 ein Kostendach von 32 Millionen Franken beschlossen. Er folgt damit einer Anfrage der ukrainischen Regierung.
Aufgrund der intensiven russischen Angriffe auf die zivile Energieinfrastruktur sind Millionen Menschen in der Ukraine ohne Strom – dies bei extrem tiefen Temperaturen.
Zu Beginn des Jahres hat die Ukraine den Energienotstand ausgerufen. Im Rahmen des World Economic Forum (WEF) in Davos hat die ukrainische Regierung Bundespräsident Guy Parmelin und Aussenminister Ignazio Cassis um rasche Unterstützung bei der Bewältigung der akuten Energiekrise gebeten.
Schweizer Unternehmen liefern Strommodule und Hochleistungsgeneratoren
Mit dem vom Bundesrat beschlossenen Hilfspaket werden 18 erdgasbetriebene Strommodule mit entsprechenden Zusatzgeräten und Verbrauchsmaterialien beschafft, geliefert und installiert. Damit kann in der Ukraine sofort nach der Installation Strom erzeugt werden. Die Module werden an die Fernwärmebetriebe in vier grösseren, von der Energiekrise besonders betroffenen Städten geliefert und von diesen betrieben.
Im Weiteren liefern Schweizer Unternehmen bis zu 80 Diesel-Generatoren verschiedener Leistungsstärken. Ein Teil dieser Generatoren wird an das ukrainische Entwicklungsministerium geliefert, das sie nach Dringlichkeit einsetzen wird. Weitere Generatoren und mobile Heizgeräte werden dem ukrainischen Zivilschutz (SESU) zur Verfügung gestellt. Mit SESU besteht eine langjährige und bewährte Partnerschaft; unter anderem betreibt die Organisation Heizzelte für die Bevölkerung.
Die erste Lieferung befindet sich in Vorbereitung und soll schnellstmöglich erfolgen.
Gemeinsame Umsetzung durch EDA und WBF
Die Umsetzung erfolgt unter der Leitung des Delegierten des Bundesrates für die Ukraine. Die für den Einkauf des Materials, den Transport und die Koordination benötigten Mittel von 32 Millionen Franken stammen aus dem bestehenden Budget des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) für die Zusammenarbeit mit dem Schweizer Privatsektor zur Unterstützung der Ukraine im Rahmen des Länderprogramms Ukraine. Die Direktion für Entwicklungszusammenarbeit (DEZA) übernimmt die interdepartementale Koordination und ist für die organisatorische sowie logistische Umsetzung der Energieunterstützung verantwortlich.
Die humanitäre Energienothilfe durch den Schweizer Privatsektor ist Teil des bestehenden Länderprogramms der Schweiz 2025-2028 für die vom Krieg betroffene Bevölkerung in der Ukraine. Seit Februar 2022 hat der Bund 900 Mio. Franken für die internationale Zusammenarbeit in der Ukraine und in den Nachbarländern eingesetzt.
Unterstützung des Bundes für die vom Krieg in der Ukraine betroffenen Menschen
Zusammenarbeit mit dem Schweizer Privatsektor zur Unterstützung der Ukraine