Asylstatistik Mai 2025
Bern-Wabern, 17.06.2025 — Die Anzahl neuer Asylgesuche ist im Vergleich zum Vorjahr weiterhin rückläufig. Im Mai 2025 wurden 2025 neue Asylgesuche in der Schweiz gestellt. Dies entspricht einem Rückgang von rund 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Die drei wichtigsten Herkunftsländer im Mai 2025 waren Afghanistan, Eritrea und die Türkei. 479 Asylgesuche entfielen auf afghanische Staatsangehörige, weitere 351 Gesuche stammten von eritreischen und 184 von türkischen Staatsangehörigen. Unter den fünf wichtigsten Herkunftsländern waren im Mai zudem Somalia mit 156 sowie Algerien mit 138 Asylgesuchen.
Die 2025 Asylgesuche setzten sich zusammen aus 1645 Primär- sowie 380 Sekundärgesuchen. Bei Letzteren handelt es sich um Geburten, Familiennachzüge oder Mehrfachgesuche. Damit hat die Anzahl Primärgesuche gegenüber dem Vorjahresmonat um knapp acht Prozent abgenommen.
Im Mai 2025 konnte das SEM erstinstanzlich über 2397 Asylgesuche entscheiden, knapp einem Viertel der Asylsuchenden wurde Asyl gewährt. Insgesamt verliessen 936 Personen ohne Aufenthaltsrecht die Schweiz kontrolliert, davon 617 selbständig. 319 Personen wurden polizeilich in ihren Herkunftsstaat, den zuständigen Dublin-Staat oder einen Drittstaat begleitet. Hinzu kamen 970 unkontrollierte Abreisen. Weiter befanden sich per Ende Mai 5305 Personen in der Rückkehrunterstützung.